Nicht zurück zu alten Problemen

Die Covid-19-Pandemie lenkt weiter die öffentliche Aufmerksamkeit fort von anderen globalen Verwerfungen. Dabei spiegeln der Impfstoffnationalismus, das erhöhte Ansteckungsrisiko für marginalisierte Gruppen und die anhaltenden Patentblockaden bekannte strukturelle Probleme und Ungleichheiten, die viele Krisenherde verbinden. Eine Demonstration in Bielefeld fordert daher an diesem Samstagnachmittag: „Gleiche Rechte für alle Menschen – gegen Rassismus und AusGrenzung!“ Sie startet um 15:00 Uhr am Siegfriedplatz (Ende um 17:00 Uhr am Kesselbrink).

solidarisch geht anders

Die Kundgebung steht in Zusammenhang mit der Bündnis-Kampagne „Solidarisch geht anders!“. Diese wird von der Pharma-Kampagne unterstützt, ebenso von der Seebrücke, die zur Veranstaltung in Bielefeld im Rahmen eines Seebrücken-Aktionstages aufruft. „Auch nach drei Jahren Seebrücken-Bewegung geht das Sterben an den EU-Außengrenzen unverändert weiter. Die Realität weltweiter Migration erfordert ebenso solidarische Lösungen wie die weltweit ungleiche Verteilung von Ressourcen-nutzung und Überlebenschancen. Für diese kämpfen wir gemeinsam, damit es nicht zurück in die Normalität von Ausbeutung und Profitmaximierung geht“, so Jens Drüke von der Seebrücke Bielefeld.

„Solidarisch geht anders!“ greift in einem breiten zivilgesellschaftlichen Zusammenschluss Themen wie Klimagerechtigkeit, materielle Sicherheit für alle, solidarische Gesundheitsversorgung und angemessene Bedingungen von Sorgearbeit auf. Max Klein von der BUKO Pharma-Kampagne unterstreicht: „Covid-19 vertieft bestehende globale Ungerechtigkeiten noch weiter. Zugleich wiederum erschwert Ungleichheit direkt die aktuelle Pandemiebekämpfung, etwa wenn es um den globalen Zugang zu Impfstoffen geht. Hier steht die deutsche Bundesregierung in der Pflicht. Sie muss endlich ihre verheerende Blockadehaltung in der Welthandelsorganisation beenden, damit Patente freigegeben werden können.“

Kontakte: Jens Drüke, Seebrücke Bielefeld, Tel. 0151 10794998 & Max Klein, BUKO Pharma-Kampagne, Tel. 0521 96879481

Die gesamte Pressemitteilung zur Demo am kommenden Samstag, den 19.6.21, steht zum Download bereit!

Screenshot © Solidarisch geht anders!-Homepage 

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