Pharma Brief3 C Schaaber web

PHARMA-BRIEFE AUS DEN JAHREN 2010 - 2003

10/2010: Fortschritt: Schwächlich - Pharmaforschung nützt den Kranken wenig

Für die Bedürfnisse der Armen wird viel zu wenig geforscht. Das ist aber nicht das einzige Problem, denn das ganze globale System der Entwicklung neuer Medikamente ist krank und reformbedürftig.

Außerdem:
Weltgesundheit: Ausschluss macht krank
AIDS: Fortschritte im Süden
Tuberkulose: Weiter Weg
Pharma illegal: Strafen nützen nicht
EU-Werbeverbot: Leicht aufgeweicht
Download: Pharma-Brief 10/2010 [PDF/444kB]

9/2010: Born in the USA ... Kinder-Arzneien in armen Ländern getestet

1997 erließ die US-Regierung ein Gesetz, das die Entwicklung von Kinderarzneien beschleunigen sollte. Die Pediatric Exclusivity Provision garantiert eine Patentverlängerung um sechs Monate, wenn ein Hersteller sein Arzneimittel zusätzlich an Kindern testet. Die Rechnung ging auf. Doch über ein Drittel aller Studien, die unter der Verordnung durchgeführt wurden, fand in armen Ländern statt.

Außerdem:
Medikamententests: HPV-Impfung in Indien
EU: Werbung bei PatientInnen
Deutschland: Arzneireform schwach
Download: Pharma-Brief 9/2010 [PDF/450kB]

8/2010: Medikamente machen arm

Eine Studie belegt: hohe Arzneimittelpreise nehmen Millionen Menschen das Existenzminimum und machen für Viele den Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten unmöglich.

Außerdem:
WHO und Grippe: Panikentscheidung
Global Fund: BMZ will kürzen
EU-Indien: Lobby bestimmt mit
Studien: Testfeld Indien
Rosiglitazon: Überfälliges Verbot
Download: Pharma-Brief 8/2010 [PDF/810kb]

6-7/2010: EU macht Druck - Bilateraler Vertrag gefährdet Versorgung in Afrika

Indien ist mit Abstand der größte Medikamentenlieferant für afrikanische AIDS-Behandlungsprogramme. Doch die indischen Arzneimittelhersteller geraten zunehmend unter Druck. Gegenwärtig verhandelt die EU mit Indien ein bilaterales Handelsabkommen, das dramatische Auswirkungen auf die Generikaproduktion hätte. Die Behandlung vieler PatientInnen wäre damit gefährdet.

Außerdem:
Arzneiqualität: Probleme in armen Ländern
Deutschland: Arzneireform fragwürdig
Public Health:Neue Bücher
Download: Pharma-Brief 6-7/2010 [PDF/384kB]

4-5/2010: Gar nicht rosig - ein Diabetesmittel, das es nicht geben dürfte

Dass das 1999 zugelassene Diabetesmedikament Rosiglitazon Herzinfarkte verursachen kann, steht eigentlich schon lange fest. Das Medikament bewirkt im Grunde das Gegenteil dessen, was man mit der Behandlung von Zuckerkranken erreichen will. Der Hersteller GSK mühte sich lange, dieses Wissen geheim zu halten und versucht bis heute, kritische Berichte zu unterdrücken

Außerdem:
Kundenbindung: Pfizer-Rabattkarte
Resistenzen: Was tun?
Straßentheater: Schluck & weg im Bild
Download: Pharma-Brief 4-5/2010 [PDF/555kB]

3/2010: Industrie als Informationsgeber? - Verzerrungen gratis

Die Europäische Union will der Pharmaindustrie mehr Spielraum geben, sich direkt an PatientInnen zu wenden. Angeblich, so die EU-Generaldirektion für Industrie, verfügten die Firmen über wichtige Informationen für die PatientInnen. Doch ist die Industrie wirklich ein verlässlicher Informationsgeber?

Außerdem:
AIDS: USA geben weniger
Aufruf: Geld für Forschung
Irrweg: Marken-Generika
Download: Pharma-Brief 3/2010 [PDF/ 610kB]

2/2010: Multis mit Hilfegeldern füttern - GAVI und die Pneumokokken-Impfung

Neue Impfstoffefür arme Länder können eine gute Sache sein. Aber man kann Entwicklungshilfegelder auch ohne Not aus dem Fenster werfen.
Die GAVI-Alliance scheint dazu entschlossen. Sie will 1,5 Milliarden US$ in den Kauf von Pneumokokken-Impfstoff stecken und verkauft das als Förderung der Erforschung neuer Impfstoffe. Tatsächlich wird sie damit hauptsächlich die Hersteller alimentieren.

Außerdem:
Arzneimittel in Europa: Transparenz und Kontrolle
Armut in reichen Ländern: Arm stirbt man früher
Roche: Schmähpreis
Sponsoring in USA: Gekaufte Freunde
Download: Pharma-Brief 2/2010 [PDF/535kB]

1/2010: Wenn´s am Ende nicht passt - Studienergebnisse werden oft manipuliert

Klinische Studien schaffen das Wissen über den Nutzen und Schaden von Medikamenten. Eine aktuelle Veröffentlichung von drei Wissenschaftlern lässt deshalb aufhorchen. sie hatten die geplanten Untersuchungsziele von Studien mit den später publizierten Ergebnissen verglichen und erhebliche Diskrepanzen gefunden.

Außerdem:
Arzneimonopole: Datenexklusivität
Südkorea: Norvartis gewinnt?
WHO: Zensierte Debatte
Download: Pharma-Brief 1/2010 [PDF/ 628kB]

2009

10/2009: WHO unterwandert - Wie die Industrie die Forschungsdebatte beeinflusst

Eine ExpertInnengruppe, die eine neue Forschungspolitik für die Weltgesundheitsorganisation erarbeiten soll, steht offensichtlich unter Industrieeinfluss. Das decken durchgesickerte Papiere jetzt auf.

Außerdem:
Uni-Forschung: Lizenzen für arme Länder
Patentpool: Besserer Zugang?
Transparenz: Lücken im Beipackzettel
Fälschungen: Gesetz in Uganda
AIDS-Impfung: Hoffnungsschimmer
Download: Pharma-Brief 10/2009 [PDF/556kB]

9/2009: EU-Politik für Dritte Welt gesundheitsschädlich - Handelspolitik behindert Zugang zu Medikamenten

Die EU-Kommission verfolgt eine Handelspolitik, die die Geschäftsinteressen multinationaler Pharmaunternehmen über die Bedürfnisse der Menschen in armen Ländern stellt. Entwicklungspolitische Organisationen fordern einen Kurswechsel.

Außerdem:
Big Brother: Tabletten mit Chip
Risikoüberwachung: EU-Vorschlag verbessern
In eigener Sache: Neue Jugendwebseite
Bücher: Alles über Gemeingüter
Download: Pharma-Brief 9/2009 [PDF/549kB]

8/2009: Patente: Indien unter Druck

Seit 2007 führt die Europäische Union mit Indien Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen. Während Indien mehr Agrarprodukte in Europa verkaufen will, fordert die EU einen schärferen Patentschutz - mit weitreichenden Konsequenzen für die Gesundheit.

Außerdem:
Irreführung: Elsevier in Schwierigkeiten
EU: Werbeverbot auf der Kippe
Risikokontrolle: VerbraucherInnen können helfen
EMEA: Wirtschaftsförderung
WHO: Initiative für arme Länder
Download:Pharma-Brief 8/2009 [PDF/525kB]


7/2009: Das ist der Gipfel - Löst Wissenschaftselite Weltgesundheitsprobleme?

Vom 14.-18. Oktober soll in Berlin der World Health Summit (WHS) stattfinden, der nicht weniger erreichen will, als die Gesundheitsprobleme der Welt zu lösen. Doch wer trifft sich da eigentlich? Und welche Lösungen werden vorgeschlagen?

Außerdem:
Indien: Tenofovir - Patent abgelehnt
Europa: Wettbewerb - Fehlanzeige
Illegale Werbung: Lilly muss zahlen
Glosse: Zuckerpillen für ÄrztInnen
Forschung: Staaten zahlen am meisten
Download: Pharma-Brief 7/2009 [PDF/479kB]

5-6/2009: Fälschung als Waffe - Big Pharma missbraucht Debatte um Arzneimittelfälschungen

In der aktuellen Debatte um Arzneimittelfälschungen steht nicht immer der Verbraucherschutz im Vordergrund. Oft sind handfeste kommerzielle Interessen im Spiel. das verbindet die Diskussion um ein neues Anti-Fälschungsgesetz in Uganda mit der Beschlagnahme von Antibiotika auf dem Frankfurter Flughafen und Bestrebungen der EU-Kommission für eine neue Richtlinie gegen Arzneimittelfälschungen. Das Nachsehen haben PatientInnen in armen Ländern.

Außerdem:
Forschung: Gerechte Lizenzen
Weltgesundheit: Weltgesundheitsversammlung 2009 - Neue Strategien
Werbung: EU-Ministerrat kritisiert
Kirchen und Industrie: Zweifelhafte Koalition
Download: Pharma-Brief 5-6/2009 [PDF/455 kB]

3-4/2009: Mehr Schein als Sein - Warum die HPV-Impfung überschätzt wird

Wie kaum ein anderes Medikament ist die HPV-Impfung erfolgreich vermarktet worden. Über die Hälfte aller Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren in Deutschland sollen inzwischen geimpft sein. Dabei ist die Wirksamkeit der Impfung eher bescheiden. Der Leitartikel geht den Marketingstrategien auf den Grund.

Außerdem:
Forschung: AMC nur ein Modell
Bayer in USA: Anti-Werbung verordnet
Transparenz: JAMA mag Kritik nicht
Download: Pharma-Brief 3-4/2009 [PDF/463 kB]


2/2009: Piraten unterwegs - Zoll beschlagnahmt unentbehrliche Medikamente

Nicht nur in Somalia werden Schiffe von Piraten aufgebracht. Auch in den Niederlanden wird Konterbande gemacht: Mehrere Ladungen mit Medikamenten wurden auf dem Weg von Indien nach Lateinamerika beschlagnahmt. Veranlasst haben das Hersteller, die Patente auf die Medikamente in den Niederlanden besitzen. Die haltlose Behauptung: Es handele sich um Produktfälschungen.

Außerdem:
Zensur: FDA lädt Wissenschaftler aus
Unfälle: Arme Kinder häufig Opfer
Weltsozialforum: Wissenschaft und Gesellschaft
Bayer: Klage gegen billige Medikamente in Indien
Forschung: Fragwürdige Studien in der Dritten Welt
Download: Pharma-Brief 2/2009 [PDF/ 537 kB]


1/2009: Bekämpfung der Bilharziose - Medikamente allein helfen nicht

Bilharziose ist unter armen Menschen weit verbreitet. Es gibt zwar wirksame Medikamente, doch mit Behandlung allein lässt sich die Krankheit nicht ausrotten. Ein Großversuch in zwei chinesischen Dörfern zeigte dagegen eindeutig: Verbesserte Lebensbedingungen können die Bilharziose stoppen.

Außerdem:
Fälschungen: Neues Gesetz in Kenia
Medienmanipulation: Gekaufte Professoren
EU Werbekontrolle: Mehr Rechte für die Industrie?
Forschung: Koordination wäre besser
Download: Pharma-Brief 1/2009 [PDF/ 548 kB]

2008

10/2008: Abbott: Profit vor Leben

Das Aktionsbündnis gegen AIDS fordert Abbott, Gilead und BMS auf, ihre Patentanträge auf lebenswichtige AIDS-Medikamente der 2. Generation in Indien zurückzuziehen. Die bundesweite Kampagne Leben vor Pharma-Profit - Patente können tödlich sein soll die Pharmariesen zum Einlenken bewegen. Doch ein Gespräch mit Abbott endete enttäuschend.

Außerdem:
HPV-Impfung: Nutzen zweifelhaft
Forschung: Gerechte Lizenzen helfen
Antibiotika: Resistenzen nehmen zu
Beeinflussung: Kritik bremst Forschung
Download: Pharma-Brief 10/2008 [PDF /869 kB]


9/2008: EU-Kommissar Verheugen vorerst gestoppt

Die Kampagne für unabhängige PatientInneninformation verbucht ersten Erfolg. EU-Industriekommissar Verheugen ist mit seinem Plan, der Pharmaindustrie noch mehr Werbung zu erlauben, vorerst gescheitert. Im Oktober sollte der neue Gesetzesentwurf zur Arzneimittelinformation offiziell eingebracht werden, doch hefitge Kritik von Seiten der europäischen Öffentlichkeit und aus dem EU-Kommissariat Gesundheit und VerbraucherInnenschutz (DG Sanco) führten zur Vertagung. Hintergrundinformation hierzu im Leitartikel.

Außerdem:
Deutschland: Werbekontrolle schleppend
WTO: Waiver hilft nicht
Australien: Phantom-PatientInnen
Alma Ata:Primary Health Care aktuell
Hygiene:Der vergessene Faktor
Download: Pharma-Brief 9/2008 [PDF/ 880 kB]

8/2008: Scheitert Weltentwicklungsziel an hohen Arzneimittelpreisen? - UN beklagen mangelnden Zugang

Die Milleniums-Entwickungsziele der Vereinten Nationen drohen zu scheitern. Unentbehrliche Arzneimittel sind in armen Ländern nach wie vor zu teuer und schlecht zugänglich. Das müsste nicht sein, denn ein Bündel von erprobten Maßnahmen könnte Abhilfe schaffen. Im Leitartikel finden Sie eine Zusammenfassung des Berichtes der Vereinten Nationen.

Außerdem:
Währungsfond und TB: Kredite, die krank machen
Tabak: Handel oder Gesundheitsrechte?
Transparenz: Alle Studien veröffentlichen
Forschung: USA belohnen Tropenforschung
Download: Pharma-Brief 8/2008 [PDF/ 950 kB]

7/2008: Ungleichheit ist tödlich - WHO fordert Umverteilung für Gesundheit

Soziale Ungleichheit, Machtlosigkeit und schlechte Lebensbedingungen schaden der Gesundheit überall auf der Welt, so der Bericht der Commission on Social Determinants of Health der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der Verdienst des Reports liegt vor allem in der Zusammenstellung eines Handlungskatalogs der mit positiven Beispielen unterlegt ist und das Konzept der Basisgesundheitsversorgung wiederbelebt. Der Leitartikel fasst die wichtigsten Punkte zusammen.

Außerdem:
Europa: Verheugen wirbt
Patente: UNITAID Forschungspool
Tuberkulose: Neue Medikamente?
Neue Bücher: Arzneigeschichte - Patente - Beeinflussung der Psyche
Download: Pharma-Brief 7/2008 [PDF/ 952kB]


5-6/2008: Neue Arzneimittel für die Armen

Umfangreiche Maßnahmen sollen in den kommenden Jahren die Arzneimittelentwicklung für die Dritte Welt ankurbeln. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird dabei eine wichtige Rolle einnehmen. Denn die bisherigen profitorientierten Forschungsstrukturen sind unzureichend und neue Wege müssen beschritten werden. Ausführlich werden im Leitartikel die Ergebnisse des sogenannten IGWG-Prozesses dargestellt.

Außerdem:
Südafrika: Dr. Rath gestoppt
Aids: Zu wenig Fortschritt
HPV-Impfung: Genugtuung für Kritiker
Firmenindex: Keine Aussagekraft
Download: Pharma-Brief 5-6/2008 [PDF/ 849kB]


3-4/2008: Noch ein patentfreies Malariamedikament

Die Forschungskosten müssen immer wieder als Rechtfertigung für hohe Arzneimittelpreise herhalten. Sicher, Forschung kostet Geld. Aber bekommen wir wirklich die beste Leistung für die hohen Medikamentenpreise? Für arme Länder gilt das sicher nicht, sie werden bei der Forschung einfach vergessen. Doch Alternativen sind möglich. Denn: Die Drugs for Neglected Diseases initiative (DNDi) bringt jetzt mit ASMQ ihr zweites preiswertes Malariamittel als öffentliches Gut auf den Markt.

Außerdem:
Transparenz: Datenunterdrückung
Beeinflussung: Maulkorb für Wissenschaftler
Vogelgrippe: Wem gehört das Virus?
Forschung: Nur noch öffentlich?
EU-Werbung: Kritische Stellungnahmen
Download: Pharma-Brief 3-4/2008 [PDF/ 491kB]


2/2008: Thailand unter Druck - Industrie versucht Zwangslizenzen zu verhindern

Thailand gilt als Wegbereiter für den Zugang zu wichtigen Arzneimitteln. Zwangslizenzen auf Aids-Medikamente schufen Ende 2006 die Voraussetzung, dass wichtige Medikamente zu bezahlbaren Preisen für die Bevölkerung beschafft werden konnten. Jetzt soll das Verfahren auch für mehrere extrem teure Krebsmedikamente angewandt werden. Doch der Druck von Firmen und der USA drohte die thailändische Regierung zu lähmen.

Außerdem:
Rauchen: Indien vor der Epidemie
Satire: Antidepressiva fraglich
Arzneisicherheit: Freie Bahn für Firmen?
Transparenz: Studienunterdrückung
Forschung für Arme: Was leistet die Industrie?
Download: Pharma-Brief 2/2008 [PDF/ 569 kB]


1/2008: Patienteninformation durch Hersteller?

Die Europäische Kommission will der Pharmaindustrie erlauben, direkt mit den Patienten zu kommunizieren. Das ist der einzige Vorschlag der EU zur Verbesserung der Aufklärung von Kranken. Setzt sich die Industrielobby durch, wird das für arme Länder noch viel gravierendere Folgen haben als hierzulande.

Außerdem:
Zugang: Mehr Zwangslizenzen
Deutschland: Werbekontrolle ungenügend
Geld für Forschung? Werbung ist wichtiger
Pharma-Kampagne: Jahresbericht 2007
Download: Pharma-Brief 1/2008 [PDF / 650 kB]

2007

9-10/2007: Brot für die Armen, das Fleisch bleibt hier

Zwei Drittel aller AIDS-Kranken leben in Afrika, immer mehr werden behandelt - vor allem weil die Medikamentenpreise stark gesenkt wurden. Doch nun droht ein Rückschlag, denn die Medikamente für die Standardtherapie haben sich geändert und sind wieder viel teurer.

Außerdem:
AIDS: Niedrigere Zahlen
Boehringer-Aktion: Kein Patent für Nevirapine
WHO Anhörung: U-Boote
IQWiG: Diskreditierung
Download: Pharma-Brief 9-10/2007 [PDF / 534 kB]

8/2007: Pillen, Doktoren und gutes Essen- Wie die Industrie die Dritte Welt ausnutzt

Aufstrebende Schwellenländer sind ein lukrativer Markt für die internationale Pharmaindustrie. Ein Bericht des Internationalen Verbraucherverbandes (CI) zeigt, wie die Industrie ÄrztInnen im globalen Süden im großen Maßstab beeinflusst, manipuliert und mit Geschenken besticht.

Außerdem:
EU Pharma: Industrie schreibt mit
Forschung: Mehr für die Armen
Bücher: Cameron: Tod in Afrika
Deutschland: DAMA kommt nicht
Pharmageddon: Was läuft falsch mit der Medizin?
Download: Pharma-Brief 8/2007 [PDF / 598 kB]


7/2007: Den Bock zum Gärtner machen? - Pharmaindustrie will PatientInnen "informieren"

Die europäische Pharmaindustrie scheint entschlossen, das Werbeverbot für rezeptpflichtige Arzneimittel zu kippen. Das wurde jüngst auf einer Tagung in Brüssel klar. Die EU-Kommission laviert noch herum, will den Firmen aber offensichtlich den direkten Zugang zu VerbraucherInnen ermöglichen. Strategie ist es, alles was nicht direkt wie Werbung aussieht, als „Information“ umzudefinieren.

Außerdem:
AIDS: Ostafrika muss handeln
Schadensersatz: Merck & Co drückt sich
Werbung: Desinformation zur Pille
Sachspenden: Pharma-Kampagne unterstützen
Download: Pharma-Brief 7/2007 [PDF / 831 kB]

6/2007: Niederlage für Novartis - Kein Patent für Glivec in Indien

Novartis Versuch, ein Patent für sein Leukämiemedikament Glivec® (Imatinib)zu bekommen, ist vorerst gescheitert. Damit scheint dieRolle Indiens als Apotheke für die Armen der Welt gesichert. Doch Novartis kartet nach. Der Erfinder des Wirkstoffs hat dafür keinerlei Verständnis.

Außerdem:
Rüffel für Thailand - EU-Kommissar im Alleingang
Glosse: Antidepressiva für alle?
Register für ÄrztInnen
EU Pharma - Wer rettet die Industrie?
Deutschland: Arzneireport oder Atlas?
Download: Pharma-Brief 6/2007 [PDF/446 kB]

5/2007: Pharmawerbung in Patientenköpfe

Nach einem gescheiterten Versuch 2003 will die EU-Kommission nun mit aller Macht das Interesse der Industrie an einem direkten Zugang zur Meinung der VerbraucherInnen durchsetzen und Werbung für rezeptpflichtige Arzneimittel zulassen.

Außerdem:
Weltgesundheit: In kleinen Schritten voran
G8 Nachlese: Reiche sorgen für sich
PatientInnen: Schmerzliga unter Einfluss
Download: Pharma-Brief 5/2007 [PDF/ 525 kB]

4/2007: Das Wissen in Ketten gelegt - Die Agenda der G8 in Heiligendamm

Ein verschärfter Patentschutz steht auf der Agenda des G8 Gipfels Anfang Juni in Heiligendamm. Es sollen die Weichen für mehr und strengere Patente gestellt werden. Dies soll auch für Arzneimittel gelten. Schärfere Arzneimittelpatente verschlechtern aber den Zugang zu Arzneimitteln in der Dritten Welt und setzen so die Gesundheit vieler armer Menschen aufs Spiel.

Außerdem:
Arzneiboykott: Abbott in Thailand
Zugeständnisse: Boehringer lenkt ein
Industrie-Geister: Wer schreibt an Studien mit?
Angefüttert: Industrieeinfluss auf ÄrztInnen
Soziale Sicherung: Internationale Erfahrungen
Download: Pharma-Brief 4/2007 [PDF/ 631 kB]

3/2007: Neuentwicklung eines Medikaments ohne Patentschutz

Ein neues Malaria-Medikament wurde im März 2007 für den afrikanischen Markt vorgestellt. Das Ungewöhnliche: erstmals wurde ein neues Medikament bewusst ohne Patentschutz entwickelt. Da die Entwicklung komplett mit öffentlichen Geldern finanziert wurde, kann das Medikament zum Herstellungspreis verkauft werden.

Außerdem:
Lügen: Risiken von Olanzapin
Datenfälscher: IFPMA und AIDS-Preise
Impfstoffentwicklung: Preisgarantie
Indien: Novartis-Klage
Deutschland: Zusagen für AIDS
Download: Pharma-Brief 3/2007 [PDF/ 524 kB]

1-2/2007: Medikamentenkontrolle als Profit-Center?

Die Bundesregierung will die Arzneimittelkontrollbehörde in ein halbstaatliches Dienstleistungsunternehmen umwandeln. Eine noch schnellere Zulassung von risikoreichen Medikamenten und eine schlechtere Überwachung von Risiken ist zu befürchten.

Außerdem:
Gates-Stiftung: Fragwürdige Gelder
Medikamenten-Studien: Verstöße
Neue Risiken: Rheumamittel
Jahresbericht der Pharma-Kampagne 2006
Download: Pharma-Brief 1-2/2007 [PDF/ 412 kB]

2006

9-10/2006: Boehringer behindert Zugang zu AIDS-Sirup für Kinder

Nevirapine-Sirup ist entscheidend für die Behandlung HIV-infizierter Kinder. Der Hersteller Boehringer Ingelheim hatte zugesagt, die Produktion von Nevirapine für arme Länder nicht zu behindern. Aber zwischen Worten und Taten klafft eine große Lücke. Die Firma beantragt in Indien ein Patent auf das wichtige Kindermedikament. Preissteigerungen für viele arme Länder drohen, denn Indien ist der wichtigste Lieferant preiswerter AIDS-Medikamente.

Außerdem:
G8-Gipfel: Aktionen
Schwabe: Kritiker behielten Recht
Gebrauch: Richtig schlucken
Novartis: Patent gegen Arme
Thailand: Erste Zwangslizenz
Fälschungen: Kein IMPACT?
Download: Pharma-Brief 9-10/2006 

7-8/2006: Noch mehr Desinformation

Die Pharmaindustrie sucht neue Möglichkeiten, PatientInnen direkt zu beeinflussen. Hintergründe zum neuen Vorstoss der Industrie. Höchste Zeit, den VerbraucherInnen den Unterschied zwischen Werbung und Information deutlich zu machen. [PDF/ 661 kB]

Außerdem:
Pakistan: Metamizol-Verbot
Forschung: Süden muss mehr tun
Industrie: Wolf im Schafspelz
Buch: The Body Hunters
Download: Pharma-Brief 7-8/2006 [PDF/ 661 kB]

6/2006: 25 Jahre Pharma-Kampagne

Rund 100 Fachleute aus dem Gesundheitsbereich sowie interessierte Laien diskutierten beim Jubiläums-Symposium die Frage nach einer gerechten Ressourcenverteilung im Arzneimittelbereich und besserer Gesundheit weltweit. Sie lieferten dabei nicht nur eine kritische Analyse des Arzneimitteldschungels in Süd und Nord, sondern skizzierten zugleich künftige Arbeitsfelder der Kampagne und traten mit einem umfangreichen Forderungskatalog an die Presse.

Außerdem:
Gates Stiftung: Schattenseiten
Forschung: Durchbruch bei Leishmaniose
Whistleblower: Mehr Rechte in USA
Industrie: Ausschnüffeln von Patienten
Download: Pharma-Brief 6/2006 [PDF/591 kB]

5/2006: AIDS - Zeit zu handeln

Auf der Welt-Aids-Konferenz diskutierten im August WissenschaftlerInnen, AktivistInnen und Betroffene über Wege, die AIDS-Pandemie in den Griff zu bekommen und zeigten, dass die Krankheit auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich bekämpft werden kann. Konkrete Finanzierungszusagen gab es jedoch kaum – ein großer Wermutstropfen für die HIV-Positiven aus armen Ländern.

Außerdem:
Australien: Schwabe zensiert Kritiker
Peru: Reis mit Menschen-Gen gegen Durchfall?
Russland: Vorschlag zu Forschung scheitert
Testverbot für Industrie?
Download: Pharma-Brief 5/2006 [PDF/541 kB]

4/2006: Schlechte Umweltbedingungen können tödlich sein

In einem neuen Bericht hat die Weltgesundheitsorganisation erstmals das globale Ausmaß von umweltbedingten Erkrankungen und Todesfällen deutlich gemacht. Fast ein Viertel aller Menschen, die sterben, fallen der schlechten Umwelt zum Opfer. Die Dritte Welt ist am stärksten betroffen,
aber auch Industrieländer könnten durch bessere Vorsorge noch viel erreichen.

Außerdem:
Großbritannien: Keine freie Info mehr
AIDS-Medikamente: Zugang gebremst
Werbung: Burda will Pharmageld
Buch: International Public Health
Download: Pharma-Brief 4/2006 [PDF/ 886 kB]

3/2006: Mehr Forschung für arme Länder

Die Weltgesundheitsversammlung (WHA) fasste Ende Mai in Genf
einstimmig einen bahnbrechenden Beschluss: Unter Führung der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll ein Aktionsplan erarbeitet werden, der Forschungslücken für Tropen- und Armutskrankheiten schließen soll.

Außerdem:
Versuche an Kindern in Nigeria
Südafrika: Dr. Rath verurteilt
Pharming: Medikamente in Cornflakes
Deutschland: Billigere Arzneimittel
Biopiraterie: Wer ist beteiligt?
Download: Pharma-Brief 3/2006 [PDF/602 kB]

2/2006: Falsche Fronten gegen Fälscher

Arzneimittelfälschungen sind ein Problem. Über das Ausmaß ist erstaunlich wenig bekannt. Was passiert aber, wenn sich die Weltgesundheitsorganisation mit der Industrie zusammensetzt, um über Maßnahmen gegen Fälschungen zu beraten? Einseitige Lösungsvorschläge werden gemacht.

Außerdem:
Beeinflussung: Ghostwriter
Forschung: Deutschland aus US-Industriesicht
Deutschland: Bürgerversicherung oder Kopfpauschale?
In eigener Sache: Jahresrückblick 2005
Download: Pharma-Brief 2/2006 [PDF/ 236 kB]

1/2006: Forschung wird Weltthema

Auf der Weltgesundheitsversammlung im Mai 2006 wird die Misere der Arzneimittelforschung diskutiert. Die Regierungen von Kenia und Brasilien haben gegen erheblichen Widerstand durchgesetzt, dass auf der Weltgesundheitsversammlung diskutiert wird, ob die WHO eine führende Rolle bei der Koordination von Gesundheitsforschung einnehmen wird.
Forschungslücke: Was kann EU tun?

Außerdem:
WTO: Keine Zugeständnisse für arme Länder
Korruption im Gesundheitswesen
Werbung: Was StudentInnen lernen
Deutschland: Kostensenkung bei Arzneien?
Download: Pharma-Brief 1/2006 [PDF/ 193 kB]

2005

9-10/2005: Kinofilm mit Pharmakritik - Der ewige Gärtner von John le Carré

Am 12. Januar wird "Der ewige Gärtner" in Deutschland in die Kinos kommen. Wer genau hinschaut, wird in dem Film, der nach einem Buch von John le Carré gedreht wurde, auch die BUKO Pharma-Kampagne wiedererkennen.

Außerdem:
Profs gegen Direktwerbung
Neuroleptika: Neue nicht besser
Deutschland: Fragwürdige IGeL / Gesetz zu Arzneikosten
Keine Medikamente für die Armen?
Vogelgrippe - ein politisches Problem?
EU-Chemie: Out of REACH
Download: Pharma-Brief 9-10/2005 [PDF/183kB]

8/2005 Licht für Laien

PatientInnen werden, was den Nutzen (und möglichen Schaden) von Arzneimitteln angeht, oft im Dunkeln gelassen. Drei unabhängige Zeitschriften haben sich jetzt zusammengetan und starten mit "Gute Pillen - Schlechte Pillen" das erste Blatt für Laien in Deutschland.

Außerdem:
Hormone in den Wechseljahren: Keine Entwarnung
Medikamentenworkshop auf der People's Health Assembly
Neue Bücher: Forschung
BUKO: Film zu Aids
Download: Pharma-Brief 8/2005 [PDF/ 600kB]

6-7/2005 Europäische Patienten von Industrie gekauft?

Das European Patients’ Forum gibt sich als Dachverband der europäischen PatientInnenvertreter aus und hat sich zum wichtigen Lobbyisten in Brüssel gemausert. Eine genauere Untersuchung lässt starke Beeinflussung durch die Pharmaindustrie befürchten. 

Außerdem:
Zweite People's Health Assembly
Bücher: Neues über Pharmaindustrie
AIDS: EU Preisnachlass ein Flop
PPI: Private lösen Probleme nicht
Download: Pharma-Brief 6-7/2005 [PDF/420 kB]

5/2005 Boehringer Ingelheims Gemischtwaren

Boehringer Ingelheim rühmt sich gern seines AIDS-Medikaments Nevirapine. Doch längst nicht alles, was die Firma in armen Ländern anbietet, ist auch nützlich. Jedes zweite angebotene Mittel ist zweifelhaft.

Außerdem:
Deutschland: Arzneimittelsicherheit
Industrie: Lobby will freie Bahn
Forschung: Neue Wege
Download: Pharma-Brief 5/2005 [PDF/ 235kB]

4/2005 Tarnen und täuschen - Wie MSD versuchte Vioxx zu retten

Kein Medikament in der Firmengeschichte von MSD (Merck & Co) erreichte so schnell über eine Milliarde Dollar Umsatz wie das Schmerzmittel Vioxx (Rofecoxib). Blockbuster nennt die Branche solche Mittel. Bereits ein Jahr nach der Zulassung, also 2000, wusste die Firma, dass Vioxx zu risikoreich ist. Aber erst im September 2004 wurde das Mittel vom Markt genommen. Mit welchen Methoden die Firma ÄrztInnen und Öffentlichkeit in die Irre führte, deckte jetzt der US-Kongress auf. Vom Handschlag bis zur manipulierten Statistik wurde nichts dem Zufall überlassen.

Außerdem:
Gewerkschaft: Pharmaindustrie stärken
Off-Label: Einsatz jenseits des Erlaubten
Studien: Öffentliches Register gefordert
Zugang zu Arzneien: EU hilft Ärmsten nicht
Ruhigstellen von Alten gefährlich
Download: Pharma-Brief 4/2005 [PDF/ 659kB]

3/2005 Indisches Patentgesetz gefährdet Zugang zu AIDS-Medikamenten

Indien produziert weltweit die günstigsten Medikamente. Viele arme Länder sind auf in Indien produzierte AIDS-Medikamente angewiesen. Doch jetzt musste Indien wegen der Welthandelsorganisation das Patentrecht ändern. Proteste verhinderten das Schlimmste. Vor allem der Zugang zu neuen Medikamenten könnte aber schwierig werden.

Außerdem:
GB: Vernichtender Bericht über Industrie
COX-2 Hemmer: Nächstes Mittel vom Markt
Deutschland: Arzneimittelsicherheit zu verkaufen
Krankenversicherung: Privatisierung hilft nicht
Download: Pharma-Brief 3/2005 [PDF/ 594kB]

2/2005 Merck reagiert auf Studie

In der aktuellen Arzneimittelstudie der BUKO Pharma-Kampagne, die das Medikamentensortiment deutscher Unternehmen in der Dritten Welt bewertet, kommt die Firma Merck nicht besonders gut weg. Die Geschäftsführung reagierte auf die Kritik mit drei Schreiben, in denen sie den Rückzug einiger risikoreicher Präparate zusagt. An umsatzträchtigen, aber medizinisch zweifelhaften Vitaminpräparaten will die Merck KgaA aber weiterhin festhalten.

Außerdem:
COX-2 Hemmer: Beeinflusste Bewertung
Deutschland: Gesundheitskosten überschätzt
Forschung: Patentpool als Lösung
USA: Rechnungshof rügt AIDS-Programm
Download: Pharma-Brief 2/2005 [PDF/615 kB]

1/2005 Arzneimittelsicherheit in Europa nicht gewährleistet

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen sind ein Waisenkind, um das sich niemand kümmern möchte. Die Hersteller fürchten Umsatzverluste, die ÄrztInnen Vorwürfe wegen Behandlungsfehlern. Auf die PatientInnen hört bislang niemand. Damit das anders wird, hat der Pharma-Brief gemeinsam mit den drei anderen unabhängigen deutschen Arzneimittelzeitschriften ein umfassendes Handlungsprogramm verfasst, die Berliner Erklärung zur Pharmakovigilanz.

Außerdem:
Pfizer verschenkt Geld
Brasilien: Billige Mittel durch Zwang
USA: Sonderweg bei AIDS umstritten
Download: Pharma-Brief 1/2005 [PDF/ 846kB]

2004

9-10/2004: Wenig Besserung bei deutschen Medikamenten in der 3.Welt

Fast tausend irrationale Arzneimittel bieten deutsche Pharmaunternehmen in der Dritten Welt an. Das ergab eine aktuelle Studie der Pharma-Kampagne. Damit hat sich das Angebot der „Weltapotheke“ – so die Eigenwerbung der Branche – in den letzten fünf Jahren nur wenig gebessert. 

Außerdem:
Wem nützt Forschung?
Alzheimer: Geschäfte mit dem Vergessen
EU: Andere Forschung nötig
Pfizer verunsichert Kranke
Industrie will Kritiker ausschalten
Südafrika: Rath fordert Vitamine gegen AIDS
Download: Pharma-Brief 9-10/2004 [PDF/534kB]

8/2004: MSD in der Sackgasse

Der US Konzern Merck & Co (MSD) hat die Risiken seines Rheumamittels Vioxx jahrelang verschleiert. Jetzt war der Rückzug unvermeidlich. Über die Hintergründe und was es mit "Kraftausdrücken" für Studien auf sich hat.

Außerdem.
EU will mehr Kindertests
Deutschland: Werbekontrolle stört
AIDS: US Sonderweg kritisiert
Kampagne gegen Privatisierung
Download: Pharma-Brief 8/2004 [PDF/614kB]

7/2004: 10 Jahre TRIPS - Kein Grund zum Feiern

Zur Erinnerung an das zehnjährige Bestehen des TRIPS-Vertrags der Welthandelsorganisation lud die EU Kommission für Handel zu einer Konferenz nach Brüssel ein. Doch die Bilanz des globalisierten Patentschutzes sieht nicht rosig aus. Der Zugang zu wichtigen Arzneimitteln wird erschwert und mehr Forschung zu vernachlässigten Krankheiten gibt es auch nicht.

Außerdem:
Welt-AIDS-Konferenz in Bangkok
Deutschland: Festbeträge und Bordeaux
Konzerne: Selbstkontrolle wertlos
Hormonersatztherapie: Frauen im Dunkel
Download: Pharma-Brief 7/2004 [PDF/560kB]

6/2004: Irreführung ist die beste Medizin - - PR-Kampagne der deutschen Pharmaindustrie

Der Bundeskanzler stellte am 7. Juni 2004 die Ergebnisse einer industrielastigen "Task force" des Gesundheitsministeriums vor. Am gleichen Tag startete der Verband der forschenden Arzneimittelunternehmen (VFA) eine Image-Kampagne. Zufall oder konzertierte Aktion?

Außerdem:
Selbsthilfe und Industriesponsoring
Warum verschreiben ÄrztInnen neuen Mittel?
20 Jahre Straßentheater "Schluck & weg"
Aktion: Stoff für Tropenforschung
Multis wünschen keine UN-Kontrolle
Download: Pharma-Brief 6/2004 [PDF/714kB]

4-5/2004: Mehr Forschung an Tropenkrankheiten

Mit einer Aktion macht die Pharma-Kampagne auf die fehlende Forschung für Tropenkrankheiten aufmerksam. Gegen wichtige Krankheiten gibt es seit Jahrzehnten keine neuen Medikamente mehr, das muss sich ändern. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema AIDS.

Außerdem:
AIDS: Wirtschaft lobt sich selbst
AIDS: Ministerium blockt Zugang
Global Fund: Gespräch mit Feachem
Europa: Neues Arzneirecht verabschiedet
AIDS: Bundesregierung und das Geld
Download: Pharma-Brief 4-5/2004 [PDF/660kB]

2-3/2004: Gefahr für Arzneimittelsicherheit in Deutschland

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat den Präsidenten der Arzneimittelzulassungbehörde BfArM kaltgestellt. Prof. Schweim wurde ins Ministerium zwangsversetzt. Über Hintergründe und Risiken dieses Schrittes. 

Außerdem: 
Indien: Antibiotkum zur Sterilisation
Pharma-Kampagne: Jahresbericht 2003
Deutschland: Industrie kontrolliert sich selbst
Beeinflussung durch Verschreibungssoftware
AIDS: zu wenig Geld für WHO-Initiative
Download: Pharma-Brief 2-3/2004 [PDF/660kB]

1/2004: Deprimierende Neuigkeiten

Mittel gegen Depressionen können bei Kindern offensichtlich negative Effekte haben: sie können Selbstmordversuche wahrscheinlicher machen. Zu diesem Schluss sind etliche Arzneimittelkontrollbehörden gelangt, nachdem bislang unterdrückte Studienergebnisse ans Licht kamen.

Außerdem:
Weltweit gegen Pharmawerbung
Südafrika: Boehringer lenkt ein
Weltsozialforum in Mumbai
Wirtschaftsministerium: Ärger über arme Länder
Download: Pharma-Brief 1/2004 [PDF/725kB]

2003

10/2003: Gelbe Karte: Warum unerwünschte Arzneimittelwirkungen unerkannt bleiben

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung heißt ein geflügeltes Wort. Doch auch schwere unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln werden oft spät erkannt, denn professionelle Meldesysteme haben ihre Schwächen. Deshalb müssen auch die negativen Erfahrungen von PatientInnen mit Medikamenten besser genutzt werden.

Deutschland: Regierung light
Südafrika: AIDS Behandlung beginnt
Arzneipreise: Licht im Dschungel
Cholesterinsenker: Neues Mittel mit Risiko
Download: Pharma-Brief 10/2003[PDF/766kB]

8-9/2003: Unheilvolle Allianzen: Einfluss der Industrie auf die öffentliche Hand

Staat und UN-Organisationen gehen "Partnerschaften" mit der Privatindustrie ein. Eine Tagung in Bad Boll untersuchte, welche Risiken von solcher Zusammenarbeit ausgehen. 

Außerdem:
Afrika: Krieg schadet Gesundheit
Werbung: Keine harmlose Pille
Transparenz: Unveröffentlichte Studien
Deutschland: Kanzlerantwor unbefriedigend
Download: Pharma-Brief 8-9/2003[PDF/640kB]

7/2003: Keine Pillen für die Ärmsten

Im Vorfeld des WTO-Gipfels in Cancun wurde ein Kompromiss vereinbart, der Ländern ohne eigene Produktion den Zugang zu Arzneimitteln unzumutbar erschwert.

Außerdem:
Südafrika: AIDS Behandlung in Sicht
AIDS: Therapie in Afrika möglich
USA/GB: Bessere Qualität gefordert
Deutschland: Qualität nicht gefragt
Download: Pharma-Brief 7/2003[PDF/396kB]

6/2003: Gemeinsam für Patente und Profite?

Mit einer Hochglanzbroschüre versucht die deutsche Pharmaindustrie die Politik vom Nutzen der Arzneimittelpatente für die armen Länder zu überzeugen. Doch was scheinbar sachlich darherkommt enthält haarsträubende Thesen.

Außerdem:
Konzerne: Manipulationen
Therapie: Neues schlechter
Deutschland: Zahnlose Reform
Frauen: Krankheit erfunden
Download: Pharma-Brief 6/2003[PDF/414kB]

5/2003: Direktwerbung gestoppt - jetzt ist Information gefragt

Für vernünftige Therapie ist gute vergleichende Arzneimittelinformation für ÄrztInnen und Laien unverzichtbar. Deshalb muss in Deutschland das Qualitätsinstitut kommen.

Außerdem:
Hormone: Desinformation
Presse über neue Mittel
Beeinflussung von ÄrztInnen
Straßentheater erfolgreich
AIDS: Kleine Schritte
Download: Pharma-Brief 5/2003[PDF/406kB]

3-4/2003: Keine Medikamente für die Armen?

Die USA blockieren in der WTO die Möglichkeit für arme Länder, sich billige Arzneien zu verschaffen. Der EU-Kompromissvorschlag ist untauglich, deshalb startet die Pharma-Kampagne eine Postkartenaktion.

Außerdem:
Forschung: Nichts für die Armen
Biopiraterie: Späte Einigung um Kaktus
Deutschland: Verwässerte Transparenz
Download: Pharma-Brief 3-4/2003 [PDF/390kB]

2/2003: Ziviler Ungehorsam in Südafrika

Treatment Action Campaign protestiert gegen Untätigkeit der Regierung in Sachen AIDS

Außerdem:
Prävention: Hormone schaden
Werbung: Protest in Neuseeland
Positivliste: Kippen oder verwässern?
Download: Pharma-Brief 2/2003 [PDF/420kB]

1/2003: Transparenz und Qualität

Reformen in der Arzneimittelversorgung in Deutschland sind notwendig.

Außerdem:
Privatisierung: Schlecht für die Gesundheit
Zugang zu Arzneimitteln: Keine Fortschritte bei WTO
Pflanzenmedizin: Echinicea hilft nicht
Download: Pharma-Brief 1/2003 [PDF/418kB]

 

 

 

 










© 2018 BUKO Pharma-Kampagne All Rights Reserved.

Back to Top