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2018

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Der Pharma-Brief 8-9/2018 widmet sich folgenden Themen:

Abgekartetes Spiel
Global Health Hub Germany ist keine gute Idee

Am Rande der Debatte um die globale Gesundheitsstrategie der Bundesregierung sickerten im September erste Informationen über ein neues Gremium durch: Der sogenannte Global Health Hub soll eine wichtige Rolle in der weiteren Entwicklung und Umsetzung der Gesundheitsstrategie bekommen (wir berichteten). Je mehr Informationen über das geplante Diskussionsforum bekannt werden, umso fragwürdiger erscheint es. Weiterlesen

Verschleppte Warnungen
Frühe Warnzeichen bei Schweinegrippeimpfstoff ignoriert

Als 2009 weltweit die Schweinegrippe grassierte, empfahl die Weltgesundheitsorganisation Massenimpfungen. Die Entscheidung war stark umstritten, denn es hatte sich früh gezeigt, dass die Grippeepidemie damals eher milder verlief als in anderen Jahren. Der Impfstoff Pandemrix®, der in vielen Ländern verwendet wurde, löste zudem bei manchen Menschen heftige Gegenreaktionen aus. Durch ein Gerichtsverfahren sind jetzt Dokumente öffentlich geworden, die kein gutes Licht auf den Umgang mit Risiken durch Hersteller und Behörden werfen.

Von wegen Durchbruch
Analyse von “Breakthrough Therapies” in den USA ernüchternd

Mit dem “Breakthrough Therapy Program” hatten die USA 2012 das vierte Programm für eine beschleunigte Arzneimittelzulassung verabschiedet. Aber stellen die auf diesem Weg zugelassenen Medikamente wirklich einen therapeutischen Fortschritt dar? Dieser Frage gingen drei Wissenschaftler der Yale University in den USA nach.

Alles auf Zucker
Neuer Online-Kurs der Pharma-Kampagne zu Diabetes im globalen Süden

Die Weltgesundheitsorganisation WHO listet Diabetes als eine der zehn häufigsten Todesursachen weltweit. Gerade ärmere Länder sind immer stärker betroffen. Doch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) wird dieser neuen Herausforderung kaum gerecht. Die BUKO Pharma-Kampagne hat einen Online-Kurs erstellt, der Abhilfe schaffen und EZ-MitarbeiterInnen für die Thematik sensibilisieren will. Pünktlich zum Weltdiabetestag am 14. November gingen die neuen Lernmaterialien online.

Kritiker rausgeworfen
Warum Peter Gøtzsche aus Cochrane ausgeschlossen wurde

Der dänische Mediziner Peter Gøtzsche war bei Cochrane von Anfang an dabei. Im September wurde er mit knapper Mehrheit ( 6 : 5, 1 Enthaltung) aus dem Vorstand ausgeschlossen, kurz darauf wurde ihm die Mitgliedschaft aberkannt. Dahinter steckt mehr als ein angeblich zu rüder Ton.

Aus aller Welt

  • USA: Kliniken machen Medikamente selbst
  • EU: Neue Forschungshorizonte
  • Linagliptin: Schadet dem Herz nicht

Download: Pharma-Brief 8-9/2018 [PDF/380kB]


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Der Rückruf von verunreinigten Valsartan-Medikamenten ging im Sommer durch die Presse. In dem Blutdrucksenker war der krebserregende Stoff Nitrosamin entdeckt worden. Was steckt hinter diesem Skandal und was müsste passieren, um Wiederholungen unwahrscheinlicher zu machen?

Außerdem:

Globale Gesundheitsstrategie der Bundesregierung
Europäische Nutzenbewertung - Update 2
Theater gegen Klimawandel



Download: Pharma-Brief 7/2018 [PDF350kB]

Foto: Jörg Schaaber


FDADie Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der US (FDA) lädt regelmäßig ExpertInnen ein, die ihre Ansichten über anstehende Zulassungen äußern. Das US-Wissenschaftsmagazin Science deckte jetzt auf, dass es ein System der nachträglichen Belohnung gibt. Das ist problematisch, denn nicht nur ExpertInnen profitieren davon, auch MitarbeiterInnen der FDA.

Außerdem:
IWF: Kreditgeber schadet Gesundheit
Brustkrebs: Nutzen von Palbociclib fraglich
Europa: EU-Nutzenbewertung
Antibiotika-Forschung: Sekretariat in Berlin

Download: Pharma-Brief 6/2018 [PDF350kB]

Foto: picture alliance/AP Photo


US Navy 110503 N QD416 125 Peruvian patients wait for eye care at a Continuing Promise 2011 medical clinicKlinische Studien generieren grundlegendes Wissen über Nutzen und Schaden von Arzneimitteln und sind Voraussetzung für die Zulassung. Umso schlimmer, wenn dabei die notwendige Sorgfalt vernachlässigt wird. Eine aktuelle Untersuchung in Peru zeigt gravierende Mängel auf.

Außerdem:

Transparenz: Doppelveröffentlichungen
EU-Handelspolitik: Ungesunde Verträge
EU-Forschungsprogramm: Soziale Ziele fehlen

 

Download: Pharma-Brief 4-5/2018 [PDF463kB]

Foto: US Navy 110503-N-QD416-125 Peruvian patients wait for eye care at a Continuing Promise 2011 medical clinic


 JS14216 kleinEU will nationale Nutzenbewertung von Arzneimitteln verbieten - Neue Medikamente sind oft nicht besser als existierende Therapien. Deshalb wird in vielen Ländern seit Jahren der relative Nutzen bewertet und anschließend der Preis für die Neueinführungen ausgehandelt. Seit 2011 gibt es ein entsprechendes Verfahren auch in Deutschland. Die EU-Kommission will solche nationale Bewertungen verbieten und durch ein intransparentes zentrales Verfahren mit niedrigen Standards ersetzen.

 


Außerdem:
Diabetes: Zuckersteuer in Großbritanien
Klimawandel: MedizinerInnen fordern Klimaschutz

Download: Pharma-Brief 3/2018 [PDF/516kB]


Tagebau PBKlimaveränderungen haben gravierende Folgen für die Gesundheit – besonders in armen Ländern. Die Pharma-Kampagne wird dieses wichtige Thema 2018 intensiv beleuchten, Forschungslücken benennen und sich für Klimaschutzziele stark machen.

 

Außerdem:
Resistente Keime: Deutsche Gewässer belastet
Diabetes im Fokus: Neuer E-learning-Kurs
G-Finder Bericht: Vernachlässigte Krankheiten
Download: Pharma-Brief 2/2018 [PDF/706kB]

Foto: Ende Gelände


Klimabild

Der Pharma-Brief 10/2018 widmet sich folgenden Themen:

Klimawandel kommt uns teuer zu stehen
Sonderbericht der WHO zur COP24

Lebensräume, Atemluft, Trinkwasser und Ernährung sind durch steigende Meeresspiegel, Extremwetter-Ereignisse, Hitzewellen und Dürren in Gefahr. Unterlassener Klimaschutz kommt uns teuer zu stehen. Mit ihrem Bericht zur Weltklimakonferenz COP24 in Kattowitz legt die WHO dazu aktuelle Berechnungen vor. Weiterlesen

Die Schattenseiten des Vitamin D-Papstes
Über die Erfindung eines Gesundheitsproblems

Niemand hat die Verwendung von Vitamin D zur Verhinderung aller möglichen Erkrankungen mehr propagiert als der US-amerikanische Arzt Michael Holick. Seine weitgehend evidenzfreien Empfehlungen setzten sich nicht nur landesweit durch, sondern haben auch international zum Vitamin D-Hype beigetragen. Ein Artikel in der New York Times gibt Aufschluss darüber, wie es dazu kam. Weiterlesen

Zu viel Geld für Arzneimittel
Arzneiverordnungsreport 2018 (AVR)

Jedes Jahr bietet der AVR eine umfassende Analyse der ärztlichen Verordnungen zu Lasten der Krankenkassen. Die Kostensteigerungen setzen sich fort, es gibt aber auch kleine Lichtblicke. Weiterlesen

Zugang zu Medikamenten in Europa verbessern
Forschungspolitische Wende nötig

Die Europäische Union muss die Menschen in den Mittelpunkt ihrer Forschungspolitik stellen. Das fordern 25 Organisationen, darunter auch die BUKO Pharma-Kampagne, in einem Manifest. Viele Gesundheitssysteme in der EU leiden unter den Folgen einer einseitigen Industriepolitik im pharmazeutischen Sektor. Diese zielt fast ausschließlich auf Wirtschaftswachstum und Gewinnmaximierung, statt auf die optimale Versorgung der Bevölkerung mit guten und bezahlbaren Medikamenten. Bessere Regeln für Forschung und Entwicklung können eine Kehrtwende einleiten. Weiterlesen

Manifest zu den Europawahlen
Gesundheit hat Vorrang: Zugang zu Medikamenten in Europa verbessern

Viele Europäische Länder können ihrer Bevölkerung eine Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau bieten, deren Kernprinzipien Gleichheit, Solidarität und Universalität sind. Weiterlesen

Aus aller Welt

  • EU-HTA: Vertagt
  • Schlafkrankheit: Erstes orales Mittel
  • WHO: Tödliche Straßen
  • EU-Forschung: Chance verpasst


Download: Pharma-Brief 10/2018 [PDF/400kB]


WHOGeneva008 WHO P VirotIm Mai 2016 haben die Mitgliedsstaaten der WHO eine Entscheidung getroffen, die weitreichende Konsequenzen für die Weltgesundheit hat: Als Herzstück der WHO-Reform wurde das Rahmenwerk zum Umgang mit nicht-staatlichen Akteuren (FENSA) verabschiedet. Und zwar trotz zahlreicher Warnungen.

Außerdem:
Aktionsbündnis gegen AIDS: Ende von HIV in Sicht?
Tropenkrankheiten: Empfehlung mit Lücken
Download: Pharma-Brief 1/2018 [PDF/324kB]


Foto: WHO, P. Virot