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In den letzten Jahren konnte gezeigt werden, dass mit ca. 500 IU eine wesentlich geringere Dosis des Gelbfieberimpfstoffs bei Erwachsenen eine vergleichbare Wirksamkeit hat wie die bisherige Standarddosis. Das ist bei größeren Krankheitsausbrüchen relevant, da sich der Impfstoff nicht schnell in großen Mengen herstellen lässt. Die WHO empfiehlt seit 2017 für Epidemien beim Aufteilen von Impfstoffen eine Mindestdosis von 1000 IU.

Eine Studie untersuchte jetzt in Kenia, ob auch bei Kleinkindern 500 IU reichen.1 Im Vergleich zur Standarddosis von 13.000 IU wurde aber keine Gleichwertigkeit erreicht, die Immunität bei Kindern ist mit der gleichen Dosis also geringer als bei Erwachsenen. Daraus schließen die Autor*innen, dass für die Routineimpfung bei Kindern in Endemiegebieten derzeit die Standarddosis besser geeignet ist. (JS)


  1. Kimathi et al. (2026) Low-dose yellow fever vaccination in infants. Lancet ↩︎

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