UN-Erklärung zu NCDs und mentaler Gesundheit
23. Februar 2026
Chance für die allgemeine Gesundheitsversorgung?
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete im Dezember nahezu einstimmig eine Erklärung zur Bekämpfung von nicht übertragbaren Erkrankungen (NCDs) und zur Förderung der mentalen Gesundheit, nur die USA und Argentinien stimmten dagegen.1
Die WHO spricht von der weitreichendsten Erklärung ihrer Art in Bezug auf Umfang und Verpflichtungen. Sie formuliert drei globale Ziele bis 2030: 150 Millionen weniger Tabaknutzer*innen, 150 Millionen Menschen zusätzlich mit kontrolliertem Bluthochdruck und 150 Millionen Menschen zusätzlich mit Zugang zu psychischer Gesundheitsversorgung. Hinzu kommen mehrere Prozess-Ziele.2 Unter anderem sollen mindestens 60% der Länder bis 2030 über finanzielle Maßnahmen zur Deckung oder Begrenzung der Behandlungskosten für NCDs und mentale Gesundheit verfügen.
Für die Bekämpfung und Behandlung von NCDs ist eine bezahlbare allgemeine Gesundheitsversorgung (UHC) unerlässlich.3 In einem öffentlich zugänglichen Berichtsentwurf stellt die WHO jedoch fest, dass mit der momentanen Geschwindigkeit des Fortschritts die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) im Bereich UHC deutlich verfehlt werden. Im Jahr 2023 hatten immer noch 57% der Weltbevölkerung keinen Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung.4
Die Weltgemeinschaft könnte die UN-Erklärung als Chance nutzen, das Tempo des Fortschritts zu erhöhen. (HO)
- Cullinan K (2025) Near Unanimous Adoption of UN Declaration on NCDs and Mental Health – Only US and Argentina Opposed. Health Policy Watch, 16 Dec [Zugriff 15.1.2026] ↩︎
- WHO (2025) World leaders adopt a historic global declaration on noncommunicable diseases and mental health. News release 16 Dec [Zugriff 15.1.2026] ↩︎
- Pharma-Brief (2025) Nicht übertragbare Krankheiten. Die stille Epidemie. Spezial Nr. 2 ↩︎
- WHO and World Bank Group (2025) Tracking universal health coverage: 2025 global monitoring report. [Draft] [Zugriff 15.1.2026] ↩︎