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Mpox ist eine Virusinfektion, die typischerweise mit Fieber, geschwollenen Lymphknoten und Muskelschmerzen beginnt, gefolgt von einem schmerzhaften Hautausschlag mit flüssigkeitsgefüllten Läsionen. Während die meisten Fälle mild verlaufen und ohne Komplikationen abheilen, kann Mpox bei Kindern, Schwangeren und immungeschwächten Personen zu schwereren Krankheitsverläufen führen.1 Tecovirimat wurde 2022 zur Behandlung von Mpox sowie Pocken, Kuhpocken und Komplikationen infolge von Pockenimpfstoffen zugelassen. Die Genehmigung basierte aber lediglich auf Tierversuchen mit Mpox und Kaninchenpocken. Inzwischen konnte wegen des globalen Mpox-Ausbruchs im selben Jahr der Wirkstoff an Menschen getestet werden. Nach Auswertung von vier in unterschiedlichen Regionen durchgeführten kontrollierten randomisierten Studien zeigte sich, dass Tecovirimat die Beschwerden bei Mpox nicht besser lindert als Placebo. Der Wirkstoff darf in der EU nicht mehr bei Mpox eingesetzt werden.1

Die Zulassung für Pocken, Kuhpocken und Impfreaktionen bleibt aber. Da die Pocken ausgerottet sind und die anderen beiden Indikationen sehr selten vorkommen, sind Studien mit Menschen unrealistisch. Die Evidenzlage bleibt also unbefriedigend, weil der Wirkstoff bei Menschen gegen Mpox nicht hilft und das andere getestete Virus – Kaninchenpocken – zwar mit dem Pockenvirus eng verwandt ist, aber für Menschen nicht ansteckend. (JS)


  1. BfArM (2026) Tecovirimat SIGA: Überprüfung der Wirksamkeit bei der Behandlung von Mpox. 5. Juni [Zugriff 8.7.2026] ↩︎

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