Zum Inhalt springen

Innovation ohne Profitstreben ist möglich

Forschung ist der Ausgangspunkt für neue Arzneimittel sowie für die Verbesserung oder mögliche Umnutzung bereits bekannter Wirkstoffe. Kaum verwunderlich, dass die strukturelle Krise des privaten Pharmasektors dort sehr deutlich zutage tritt. Aber wie kann Veränderung angestoßen werden?

Eine Öffentlichkeitskampagne des Pharma-Dachverbandes IFPMA betitelte 2023 pharmazeutische Innovation als „Kern unserer Arbeit“ und bemühte dafür das Hashtag #AlwaysInnovating.1 Dies folgte dem weitverbreiteten Mythos der Industrie als Zugpferd medizinischen Fortschritts. Tatsächlich jedoch ist das kommerzielle Forschungssystem traditionell stark durch die öffentliche Hand geprägt, gespeist aus Steuergeldern. Zum Beispiel entstammten fünf von sechs AIDS-Medikamenten der ersten Generation den Laboren staatlicher Institute und Universitäten.2 Leider sind sich Politik und Öffentlichkeit dieser Konstellation nur wenig bewusst ‒ dabei bedeutet sie, dass bereits eine solide Basis für Public Pharma besteht.

Die Rechnung, bitte – doppelt

Durch den langwierigen, oft unübersichtlichen Prozess bis zur Zulassung eines Arzneimittels gerät der staatliche Beitrag an wissenschaftlicher Arbeit und Geldern schnell aus den Augen. Das zeigt sich zuvorderst bei der ebenso elementaren wie risikoreichen Grundlagenforschung. Generell kaufen große Unternehmen Innovationen oft extern ein (vgl. Zitat). So zahlen Patient*innen schnell doppelt für ein Produkt, einerseits durch Steuergelder sowie andererseits durch Krankenversicherungsprämien und Zuzahlungen, auch wenn Industrievertreter*innen dies gern bestreiten.3

Beispiele für die teure Privatisierung von Wissen sind leicht zu finden, besonders bemerkenswert ist die Historie von Insulin (vgl. Im Blick: Insulin). Exemplarisch stehen zudem mRNA-Impfstoffe während der Covid-19-Pandemie, die trotz politischer Lippenbekenntnisse nicht als globales öffentliches Gut behandelt wurden, obwohl die Wurzeln dafür wichtiger Technologien in öffentlicher Forschung liegen.5 Im Jahr 2021 machte allein Pfizer mit seinem Impfstoff Comirnaty® fast 37 Milliarden $ Umsatz.6 Die Firma betonte mehrfach, keine staatliche Finanzierung für die Forschung erhalten zu haben. Ihr Kooperationspartner Biontech, der das Produkt primär vorangetrieben hatte, baute jedoch nicht nur auf öffentliche Forschung auf, sondern erhielt zusätzlich Staatsgelder.7 Konkurrent Moderna, ebenfalls mit Milliardenumsätzen durch mRNA-Impfstoffe, profitierte sogar noch umfangreicher direkt und indirekt von staatlicher Forschung und Förderung.8

Im Blick: Insulin

Wenige Präparate haben ihr Anwendungsfeld so bahnbrechend verändert wie Insulin ‒ leider ist seine Geschichte aber auch eine Warnung. Frederick Banting und Mitstreiter*innen meldeten ihre Innovation zwar als US-Patent an, verkauften 1923 die Besitzansprüche allerdings direkt für jeweils einen symbolischen Dollar an die Universität Toronto. Sie gingen davon aus, dass die Veröffentlichung der Verfahrensweise viele Produzenten hervorbringen und damit profitable Monopole verhindern würde.9 „Der Wunsch war ganz einfach: Jeder, der dieses lebensrettende Medikament benötigte, sollte es erhalten.“10 Banting selbst sagte, Insulin gehöre der Welt.11

Es brauchte nicht einmal ein Jahrhundert, um ihre Hoffnungen massiv zu enttäuschen. So stellte ein Fachbeitrag 2013 einen „doppelten Skandal“ fest, denn man lebe „[…] in einer Welt, in der Ressourcen für Produkte verschwendet werden, die nur geringe Vorteile bieten, während die Menschen nicht von einem Produkt profitieren, das bereits vor rund 90 Jahren erstmals zum Einsatz kam.“12 Nach dem Meilenstein von Banting und Kolleg*innen begannen Labore schon 1923 durch Produktionslizenzen mit der Herstellung in Dänemark, Deutschland und Österreich, es folgten Ungarn, Australien und Argentinien.13 Heute jedoch wird der Insulinmarkt zu über 90 % von drei Herstellern (Eli Lilly, Novo Nordisk & Sanofi) kontrolliert.14 Zu den drastischen Folgen des Konkurrenzmangels gehören hohe Preise, Forschungslücken bei Temperaturstabilität und die industriell forcierte Verschiebung des Angebotes hin zu teureren Insulinvarianten, oft ohne adäquaten Zusatznutzen.15 In vielen Ländern niedrigen und mittleren Einkommens sind währenddessen selbst ältere Produkte noch unbezahlbar.16

Entsprechend verwundert es nicht, dass gerade dieses Arzneimittel in der Public Pharma-Debatte oft Thema ist. Eigenproduktion könnte für Staaten gleich mehrere Probleme lösen, neben der drückenden Kostenbürde auch Versorgungsengpässe.17 Große Aufmerksamkeit erhielt zuletzt ein Vorstoß Kaliforniens: Der US-Bundesstaat bietet aktuell via Produktionskooperation eine Insulinvariante als günstigeres Biosimilar an (vgl. Produktion & Verteilung), möchte jedoch in absehbarer Zeit auch selbst herstellen.

Frederick Banting und Charles Best mit einem Hund an der University of Toronto, 1921.
Frederick Banting und Charles Best mit einem Hund an der University of Toronto, 1921.
Foto: © Thomas Fisher Rare Book Library, University of Toronto

Was wäre wenn?

Wie es anders aussehen könnte, lässt sich am Beispiel von Caplacizumab (Handelsname Cablivi®) durchdenken, das gegen eine seltene aber gefährliche Blutgerinnungsstörung Einsatz findet. Das Medikament geht zurück auf Forschungsaktivitäten zu Nanobodies am öffentlich finanzierten Flämischen Institut für Biotechnologie (VIB) in Belgien. Durch eine Ausgründung des VIB namens Ablynx wurden Geldgeber wie Risikokapitalfonds auf die Arbeiten aufmerksam. 2018 konnten sie kassieren: Kurz vor der Zulassung von Caplacizumab kaufte Sanofi Ablynx für fast 4 Milliarden Euro und verlangte anschließend hohe Preise, sogar in Belgien selbst.18 Im Rahmen von Public Pharma hätte das Land die Rechte behalten, Gewinne in Forschung reinvestieren und zudem adäquate Preise ansetzen können, womit es unabhängiger von Industriezwang und transparenter gehandelt hätte.19

Die Früchte öffentlicher Forschung sollten der Gemeinschaft adäquat zugutekommen. Jonas Salk, Pionier der Polio-Impfstoffentwicklung, patentierte 1955 seine wichtigste Entdeckung nicht, da sie den Menschen gehöre (vgl. Pharmapolitik neu denken). Er unterstrich dies mit der berühmten Frage „Könnte man die Sonne patentieren?“20

Alternativtext?
Indische Briefmarke mit der Darstellung eines Babys und eines Blutstropfens als Symbol für die Polio-Impfung.
Indische Briefmarke zu einer Polio-Impfkampagne, 1998.
Foto: © raclro/iStock

Abseits solcher kategorischer Entscheidungen, ließen sich zumindest als kleinere Lösung konkrete Auflagen nutzen: „Patente und Lizenzen sollten an klare Zugangs- und Preisbedingungen sowie an eine Offenlegung von Forschungs- und Entwicklungskosten gebunden sein.“21 Auch die Förderung von Open Access und Open Source gehört in diesen Kontext, damit Forschung nachvollziehbar und Wissen einfach global transferierbar ist.

Fehlversorgung hier und dort

Alternativen zum Status-quo sind dringend vonnöten. Wie zuvor erwähnt, liegen im 21. Jahrhundert wichtige Forschungsfelder erschreckend brach. Für die Antibiotikaentwicklung bestehen Forderungen nach öffentlicher Übernahme daher seit Jahren.22 Bei global weit verbreiteten Armutskrankheiten wie Wurmbefall wiederum ruhen die Hoffnungen von Patient*innen teils eher auf der Tier- statt der Humanmedizin.23

Gleichzeitig ist die unterfinanzierte Forschung an vernachlässigten Erkrankungen, zumeist durchgeführt von Hochschulen oder Produktentwicklungspartnerschaften, häufig vom guten Willen einiger weniger Geber abhängig – darunter großen Stiftungen, die nicht demokratisch legitimiert sind und eigene Ziele verfolgen.24

Das Gegenstück zu dieser Unterversorgung, die vor allem Länder des Globalen Südens betrifft, ist die Fehlversorgung im Globalen Norden. Denn lukrative Märkte reicher Staaten werden von Firmen intensiv bedient und mit harten Bandagen umkämpft. Dabei sind hohe Preise einer der „Kollateralschäden“ für die Bevölkerung, doch längst nicht das einzige Problem. Um sich durchzusetzen, werden etwa von Industrieseite Unsummen in Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Beeinflussung des Verschreibungsverhaltens von Mediziner*innen investiert. Drastische Auswirkungen hat dies beispielsweise in den USA in Form der anhaltenden Opioid-Krise mit hunderttausenden Toten, unter anderem durch das aggressiv vermarktete Schmerzmittel OxyContin®.25

Innovation ohne Zugang

Während der Ursachenforschung zu diesem ungesunden Zustand globaler Arzneimittelversorgung rückt die Rolle geistigen Eigentums zwangsläufig in den Fokus ‒ nicht als alleiniges, aber doch zentrales Problem. Meist gilt das Interesse dabei Patenten, obwohl auch andere Aspekte von IP wie Marktexklusivität, Unterlagenschutz oder Geschäftsgeheimnisse bedeutend sind.26

Patente sind ein Steuerungsinstrument und sollen gesellschaftlich nützliche Erfindungen anregen. In der Grundidee kann eine Innovation für begrenzte Zeit vor Konkurrenz geschützt werden, um „Erfinder*innen“ via Monopol Gewinne durch hohe Preise zu bescheren. Wie allerdings nicht nur der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz feststellte, ist Gesundheitsversorgung kein gewöhnlicher Markt und die Sache hat einen weiteren Haken. „Das grundlegende Problem des Patentsystems ist einfach: Es basiert darauf, die Nutzung von Wissen einzuschränken.“27 Im Extremfall schafft dies medizinische Innovation ohne Zugang und tatsächlich sind dadurch für einen großen Teil der Weltbevölkerung viele neue Arzneimittel faktisch nicht existent.

Dreiste Verzögerungstaktiken

Die kommerzielle Pharmaindustrie ist aktuell geprägt vom Streben nach hochpreisigen Blockbuster-Arzneimitteln, die möglichst lange konkurrenzlos bleiben. Längst sind Produkte nicht nur von einem Patent, sondern durch ein ganzes Dickicht abgesichert, „ein dichtes, sich überschneidendes Geflecht aus Rechten geistigen Eigentums, das ein einzelnes Medikament wie eine juristische Festung umgibt.“28 Ein Aspekt davon ist das sogenannte Evergreening, eine „[…] missbräuchliche Anhäufung von Sekundärpatenten“.29

Patentdickichte haben gravierende Folgen für Patient*innen und Versorgungssysteme. So erreichten günstigere Generika vom Blutverdünner Eliquis® (Wirkstoff Apixaban) in den USA Jahre später den Markt als in Europa und kosteten dadurch Milliarden US-Dollar zusätzlich, zum Vorteil des Produzenten Pfizer.30 Auch für die Hersteller von Humira® (Adalimumab) und Keytruda® (Pembrolizumab) lohnten sich verschiedene dreiste Verzögerungstaktiken. Humira®, eingesetzt gegen Autoimmunerkrankungen, brachte AbbVie so über die Jahre insgesamt mehr als 200 Milliarden $ Umsatz.31 Das Krebsmedikament Keytruda® bescherte allein 2023 Verkäufe von 25 Milliarden $ und stellte damit rund 40 % der Gesamtverkäufe von MSD.32

Das Instrumentarium zur Einschränkung freien Wettbewerbs ist aber noch vielseitiger, so etwa der „Pay-for-Delay“-Ansatz: „Zahlen fürs Verzögern“. Dadurch haben Firmen vielfach Wettbewerb ausgehebelt, „[…] indem sie Patentvergleiche angeboten haben, bei denen Generikahersteller dafür bezahlt werden, keine kostengünstigeren Alternativen auf den Markt zu bringen.“33

Mehr Schein als Sein

Paradoxer- und doch logischerweise gibt es ein Phänomen, das parallel zu dieser künstlichen Verknappung existiert, nämlich die Überschwemmung profitabler Märkte mit neuen aber unnötigen oder gar schlechteren Präparaten. Auch diese Scheininnovationen werden wohlgemerkt verschrieben und teuer bezahlt, etwa in der Onkologie: „Eine evidenzbasierte Auswahl geeigneter Krebsmedikamente ist deshalb ebenso wichtig wie Preissenkungen.“34 Generell gilt, wenn unabhängige Kontrollinstanzen genauer hinschauen, offenbart der Löwenanteil neuer Arzneimittel keinen nachweisbaren Zusatznutzen.35

Intransparenz ist einer der wichtigsten Verbündeten von Big Pharma. Bei klinischen Studien, etwa in Form unveröffentlichter, weil unvorteilhafter Daten, befeuert sie die ineffiziente Doppelung von Forschung und lässt zudem den wahren Nutzen eines Präparats (oder eben dessen Fehlen) offen.36 Darüber hinaus sind die realen Ausgaben für Forschung durch die von der Industrie forcierten Transparenzmängel nur in den seltensten Fällen nachvollziehbar. Wie einfach es eher willkürliche Zahlen dadurch haben, zeigt etwa die über Jahre vielzitierte Angabe, die Entwicklung eines neuen Medikaments koste Firmen durchschnittlich eine Milliarde US-Dollar. Eine Summe, die selbst der damalige Chef des Pharma-Riesen GSK einmal „eine der großen Mythen der Branche“37 nannte.

Kaufen statt forschen

Fachstudien versuchen wiederholt etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Eine Analyse 60 neuer Arzneimittel auf dem US-Markt von 2009 bis 2018 konnte dabei keinen Zusammenhang zwischen den geschätzten Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen und den Listenpreisen feststellen.38 Wie erwähnt, dominiert schon länger das Zukaufen von Innovationen, speziell aus dem Start-up-Milieu: „Es ist also nicht die teure Forschung, die den Preis nach oben treibt, sondern der am Finanzmarkt geschätzte Wert beim Ver- bzw. Ankauf des Unternehmens.“39 Besonders deutlich wurde dies während Untersuchungen vom Finanzausschuss des US-Senats bezüglich der Verkaufspraktiken des Unternehmens Gilead bei seinem Hepatitis-C-Präparat Sofosbuvir (Sovaldi®). Der Wirkstoff war mit einem Start-up aufgekauft worden, das selbst die Forschungskosten bis zur Zulassung mit 188 Millionen $ berechnet hatte. Schlussendlich wurde das Präparat von Gilead aber zum hundertfachen des Herstellungspreises verkauft und brachte dem Konzern exorbitante Milliardengewinne ein.40

Koste, was es wolle

Wie sich ein vom Konzern aufgerufener Preis konkret zusammensetzt, auch abseits der Forschungskosten, lässt sich schwer nachverfolgen. Zudem fehlt die Übersicht, welche unterschiedlichen Preise diverse Käufer überhaupt zahlen: „Öffentliche Auftraggeber verhandeln quasi mit verbundenen Augen mit Pharmaunternehmen“.41 Höchst beunruhigend ist, dass einige Länder zuletzt sogar Gesetze verabschiedeten, die die Geheimhaltung von Preisen weiter verschärfen, zum Beispiel in Spanien42 und Deutschland43.

Die Dynamik hinter diesen negativen Entwicklungen ist dramatisch, wie ein Blick auf Deutschland zeigt, wo die Arzneimittel-Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen seit 2010 um mehr als 70 % gestiegen sind: „Größter Kostentreiber sind neue, patentgeschützte Medikamente, vor allem teure Gen-, Krebs- und Immuntherapeutika. Das zeigt sich auch in den durchschnittlichen Kosten für eine Packung patentgeschützter Medikamente. Lagen die 2014 noch [bei] 190 Euro, waren es 2024 schon ca. 590 Euro, Tendenz steigend.“44 In vielen ärmeren Staaten wiederum, mit einem großen Anteil Unversicherter, bedeuten hohe Preise letztlich, dass Patient*innen komplett ausgeschlossen werden. Und das, obwohl eben jene Länder mitunter zuvor sogar Standort klinischer Studien waren.45

Pflaster auf Bruch

Historisch betrachtet, stellen diese Entwicklungen eine extreme Eskalation dar, denn: Patente auf Arzneimittelwirkstoffe sind ein noch junges Phänomen (vgl. Zitat).

Infolge der WTO-Gründung 1995 indes wurden mit dem TRIPS-Vertrag Arzneipatente globalisiert und konnten auch in Ländern des Globalen Südens in großer Zahl angemeldet werden. Dadurch können neue Medikamente dort zumeist nicht mehr günstig hergestellt werden. Die rechtlich verankerte Möglichkeit von Zwangslizenzen stellte sich zwar als ein selektives Gegenmittel heraus, mutet aber wie ein Pflaster auf einem offenem Bruch an ‒ auf Freiwilligkeit der Industrie zu setzen, ist wiederum höchst heikel (vgl. Produktion & Verteilung).

Kritische Stimmen plädieren daher für verstärktes Public Pharma-Engagement: „Anstatt weiterhin die Industrie zu umgarnen, etwas zu tun, wofür sie nicht ausgelegt ist, können wir uns dafür entscheiden, viele lebenswichtige Medikamente im öffentlichen Sektor zu entwickeln […]“47. Mit Blick auf das Nachhaltige Entwicklungsziel (SDG) einer universellen Gesundheitsversorgung weltweit, ist die Reorganisation der Pharmaforschung dringend vonnöten.48 (MK)


  1. IFPMA (2023) #AlwaysInnovating: The pharmaceutical innovation journey. www.ifpma.org/initiatives/alwaysinnovating-the-pharmaceutical-innovation-journey/ [Zugriff 17.8.2026] ↩︎
  2. Pharma-Brief (2016) 10 Mythen der Pharmaindustrie. Spezial Nr. 2 ↩︎
  3. Cueni T (2017) Dispelling myths from facts in the drug cost conundrum. www.ifpma.org/insights/dispelling-myths-from-facts-in-the-drugs-cost-conundrum/ [Zugriff 17.8.2026] ↩︎
  4. Phama-Brief (2025) Faktencheck Forschungskosten. Nr. 4, S. 4 ↩︎
  5. Anderson S (2023) U.S. Government Invested $31.9 Billion in mRNA Vaccine Research and Procurement. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  6. Pfizer (2021) Annual Review 2021. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  7. Lalani HS et al. (2022) US Taxpayers Heavily Funded the Discovery of COVID-19 Vaccines. Clinical Pharmacology & Therapeutics; 111, p 542 ↩︎
  8. Morten CJ (2023) The NIH-Moderna Vaccine: Public Science, Private Profit, and Lessons for the Future. The Journal of Law, Medicine & Ethics; 51, p 35 ↩︎
  9. Brown D, Pfiester E (2019) Insulin: a case study for why we need a public option in the pharmaceutical industry. [Zugriff 20.8.2026] ↩︎
  10. Hirsch IB (2021) Insulin Access and Cost at 100 Years: What Would Dr. Banting Think? Med; 2, p 1002 ↩︎
  11. Ebd. ↩︎
  12. Beran D, Yudkin JS (2013) The double scandal of insulin. J R Coll Physicians Edinb.; 43, p 194 ↩︎
  13. Vecchio I et al. (2018) The Discovery of Insulin: An Important Milestone in the History of Medicine. Frontiers in Endocrinology; 9 ↩︎
  14. Barber MJ et al. (2024) Estimated Sustainable Cost-Based Prices for Diabetes Medicines. JAMA Network Open; 7 ↩︎
  15. WHO (2021) Keeping the 100-year-old promise: making insulin access universal. [Zugriff 20.8.2026] ↩︎
  16. Teufel F et al. (2026) Global access to different classes of diabetes medicines: a framework for targeted policy actions. Nature Medicine ↩︎
  17. Nagel KE et al. (2024) Lessons From Insulin: Policy Prescriptions for Affordable Diabetes and Obesity Medications. Diabetes Care; 47, p 1246 ↩︎
  18. Franco D (2025) Medicine for Rare Disorder Provides Case Study of Contradictions in Drug Development System. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  19. Ebd. ↩︎
  20. Global Citizen (2013) Could you patent the sun? [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  21. Seitz K (2026) Globale Gesundheit in der Krise: Herausforderungen und Handlungsoptionen. Brot für die Welt/GPF Europe/misereor, Briefing Paper, Mai 2026 ↩︎
  22. Kirchhelle C et al. (2019) Big Pharma has failed: the antibiotic pipeline needs to be taken under public ownership. [Zugriff 17.8.2026] ↩︎
  23. Hamid A et al. (2024) Drug Repurposing in the Chemotherapy of Infectious Diseases. Molecules; 29, ↩︎
  24. Breen E, Kumar R (2023) Private foundations and their global health grant-making patterns. GPF Europe [Zugriff 17.8.2026] ↩︎
  25. Van Zee A (2009) The Promotion and Marketing of OxyContin: Commercial Triumph, Public Health Tragedy. Health Policy and Ethics; 99, p 221 ↩︎
  26. Tu SS, Santos Rutschman A (2025) Mapping Intellectual Property Abuses in the Pharmaceutical Field. JAMA Health Forum; 6 ↩︎
  27. Stiglitz JE (2007) Prizes, Not Patents. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  28. DrugPatentWatch (2026) The Billion-Dollar Blockade: How to Dismantle Drug Patent Thickets and Reclaim the Market. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  29. Public Eye (2025) Geschäftsmodell «Evergreening»: Roches Patentpolitik treibt Medikamentenkosten in die Höhe. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  30. I-MAK (2022) Overpatented, Overpriced. [Zugriff 17.8.2026] ↩︎
  31. Wainer D (2024) What a $200 Billion Blockbuster Drug Reveals About Big Pharma’s Playbook. Wall Street Journal, 5 Feb [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  32. Ebd. ↩︎
  33. FTC (o. J.) Pay for Delay. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  34. Pharma-Brief (2021) Unbezahlbar krank? Krebstherapie im globalen Süden. Spezial Nr. 1 ↩︎
  35. Haas A et al. (2022) Ergebnisse des AMNOG-Erstattungsbetragsverfahrens. In: Schröder H et al. (Hrsg.) Arzneimittel-Kompass 2022, S. 257 ↩︎
  36. Schaaber J (2021) Internationale Sicht. Gut sind nur Medikamente, die auch verfügbar sind. In: Schröder H et al. (Hrsg.) Arzneimittel-Kompass 2021, S. 226 ↩︎
  37. Hirschler B (2013) GlaxoSmithKline boss says new drugs can be cheaper. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  38. Wouters OJ et al. (2022) Association of Research and Development Investments With Treatment Costs for New Drugs Approved From 2009 to 2018. JAMA Network Open; 5. ↩︎
  39. 4 ↩︎
  40. Committee on Finance (2015) The price of Sovaldi and its impact on the U.S. health care system. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  41. HAI & WEMOS (2025) Pharmaceutical transparency: from resolution to reality. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  42. Salud por Derecho (2026) The Race to Keep Medicine Prices Secret. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  43. Grill M (2025) Pharmakonzern will erstmals Geheimpreis vereinbaren. 22. Juli, [Zugriff 8.9.2026] ↩︎
  44. Grass K (2025) Pharmakosten jagen Kassenbeiträge in die Höhe. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  45. Public Eye (2019) Post-Trial Access to Swiss Medicines in Five Low- and Middle-Income Countries. [Zugriff 17.8.2026] ↩︎
  46. Gaudillière JP (2008) How pharmaceuticals became patentable: the production and appropriation of drugs in the twentieth century. History and Technology, 24, p 99 ↩︎
  47. Brown D (2026) A Public Option for Pharmaceutical R&D. [Zugriff 30.7.2026] ↩︎
  48. Pharma-Brief (2021) Patente sind auch keine Lösung. Nr. 6, S. 1 ↩︎

Wenn Sie sich regelmäßig über die Pharma-Problematik informieren wollen, sollten Sie den Pharma-Brief abonnieren.

Jetzt abonnieren

BUKO Pharma-Kampagne
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Google Analytics über den Google Tag Manager. Lesen Sie unsere Datenschutzerklärung.