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Die Ausgaben, gemessen am Verkauf über Apotheken, für die zwölf umsatzstärksten Medikamente in Deutschland beliefen sich von Mai 2024 bis April 2025 auf fast acht Milliarden Euro.1 Zu diesen Präparaten zählen Gerinnungshemmer, Diabetes- und Herzmedikamente, Immuntherapeutika bei Haut- und Autoimmunerkrankungen, Krebsmedikamente sowie ein Impfstoff. Seit 2021 stieg der Gesamtumsatz der führenden Zwölf um 37% an.

In den Vorjahren überschritten lediglich vier von zwölf Unternehmen die Umsatzgrenze von 500 Millionen Euro – inzwischen aber alle Zwölf.

Das Krebsmedikament Lenalidomid gehörte lange Zeit und der Gerinnungshemmer Rivaroxaban gehört aktuell zu den umsatzstärksten Arzneimitteln in Deutschland. Nachdem ihr Patent ablief, sanken die Umsätze dieser Originalpräparate stark, weil Generika deutlich günstiger waren. Die Kosten für Lenalidomid fielen um bis zu 99%, und der Umsatz des Originals ging innerhalb von 12 Monaten von 793 Millionen auf 4 Millionen Euro zurück. Die Generika der 2,5-mg-Tabletten von Rivaroxaban senkten nach Patentablauf 2024 die Preise um bis zu 94%.

Die Pharmaindustrie unternimmt jedoch oft alles, um ihre Patente zu verteidigen – das zeigt sich auch an den jahrelangen Gerichtsprozessen rund um die Rivaroxaban-Tabletten in anderen Dosierungen.2 (EF)


  1. Herstellerabgabe-Listenpreise ohne MwSt. ↩︎
  2. arznei-telegramm (2025) Wohin das Geld fließt – die umsatzstärksten Arzneimittel 2024/2025. 56, S. 62 ↩︎

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