Unser Projekt

Gemeinsam mit Partnerorganisationen in Indien, Tansania, Südafrika und Deutschland hat die BUKO Pharma-Kampagne das Problem der Antibiotikaresistenz untersucht. Die Beispiele aus den Ländern zeigen, wo die Herausforderungen liegen.

zu den Situationen in den vier Ländern. Denn Antibiotikaresistenz ist ein globales Problem. Resistente Keime nehmen keine Rücksicht auf Grenzen. Das internationale Netzwerk ReAct setzt sich schon lange mit der weltweiten Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen auseinander und informiert über das Thema. ReAct
Ausführliche Informationen haben wir für Sie in unserem umfassenden Pharma-Brief Spezial zusammengestellt. Hier erfahren Sie noch mehr zum Thema Antibiotikaresistenz in den untersuchten Ländern.

Globale Gefahr - Antibiotikaresistenz

Der massive Einsatz von Antibiotika gefährdet die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt weltweit. Denn immer mehr Bakterien werden durch den falschen Gebrauch von Antibiotika resistent. Es besteht das Risiko, dass bakterielle Infektionskrankheiten nicht mehr zu behandeln sind. Nur der verantwortungsvolle Umgang mit Antibiotika kann die Entwicklung von Resistenzen bremsen. Verständliche Informationen über das Thema Antibiotikaresistenzen bietet das Robert Koch-Institut.

Wenn Antibiotika nicht mehr wirken, können selbst eine harmlose bakterielle Infektion oder kleinere Verletzungen zur tödlichen Gefahr werden. Schon heute sterben 700.000 Menschen weltweit durch resistente Keime. Neue, wirksame Antibiotika könnten Abhilfe schaffen. Doch die Antibiotikaforschung ist wenig lukrativ. Pharmafirmen investieren darum lieber in andere Forschungsbereiche. Warum brauchen wir denn eigentlich Antibiotika und wann wirken sie? Und was sind eigentlich Resistenzen und warum sind sie so gefährlich?

Unsere Partner*innen

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Eva M. A. Ombaka, Professorin für Pharmazie an der St John’s University Tansania:


„Die Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen, der wir heute gegenüberstehen, wird katastrophale Folgen für nachfolgende Generationen haben – es sei denn, wir gehen die Sache gemeinsam an. Unsere Kinder und Enkelkinder haben ein vitales Interesse daran, dass wir die Probleme lösen, denn sie sind es, die die verheerenden Auswirkungen von Antibiotika-Resistenzen zu spüren bekommen.“

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Erick Venant, Apotheker, Gründer der Roll Back Antimicrobial Resistance Initiative Tanzania:


„Meiner Meinung nach ist die größte Herausforderung das fehlende Bewusstsein. Sowohl auf Seiten des Gesundheitspersonals als auch bei der Allgemeinbevölkerung führt das zu einem Miss- und Übergebrauch von Antibiotika. Das sehe ich als oberste Priorität.“

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Gopal Dabade, Indischer Arzt und Aktivist, Gründer und Vorstandsmitglied von Jagruti/Indien:


„Wir Menschen haben eine ungerechte Welt geschaffen, mit ungleicher Verteilung von Reichtum und Macht. Das führt zu ungesunden Lebensbedingungen für Millionen. Schmutz und unhygienische Wohnverhältnisse bieten ein Umfeld, in dem Mikroorganismen gedeihen und sich Resistenzen entwickeln. Unglücklicherweise sind sich die Verantwortlichen dieses großen Problems nicht bewusst – oder sie tun zumindest so als ob.“

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Andy Gray, Professor für Pharmazie an der Universität KwaZulu-Natal in Durban/Südafrika:


„Einer der wichtigsten Aspekte zur Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen ist die akkurate Messung und Meldung des Antibiotikaverbrauchs – sowohl bei Menschen als auch bei Tieren. In viel zu vielen Ländern werden solche Daten nicht erhoben, nicht öffentlich gemacht oder nicht genutzt, um Politik und medizinisches Personal zu informieren. Standardisierte Verfahren einzusetzen und dabei die von der WHO definierte Tagesdosis und eine einheitliche Methodik zu nutzen, ist unverzichtbar.”

Antibiotika und One Health

Die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt ist eng miteinander verflochten. Für die Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen ist der One-Health-Ansatz zentral: Resistente Erreger kennen weder Ländergrenzen noch unterscheiden sie zwischen Mensch, Tier und Umwelt.

„Antibiotikaresistenz ist kein Problem, das ein einzelner Staat oder eine einzelne Region alleine lösen kann. Wir leben in einer globalisierten Welt, in der Menschen, Tiere und Nahrung weite Strecken zurücklegen […] und die Mikroben reisen mit ihnen.“ (Jim O’Neill, britischer Ökonom)

Detaillierte Informationen finden Sie hier

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