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Rückblick auf internationale Fachkonferenz zum Thema Antibiotika-Resistenzen

Wir freuen uns über die vielen positiven Rückmeldung, die uns in den vergangenen Wochen erreicht haben und bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei allen, die als Teilnehmende und Mitwirkende vom 30.4.-1.5. bei unserer Fachkonferenz "One World - One Health" dabei waren.


Vorab Pharma-Brief-Veröffentlichung: Covid-19-Milliardäre

covid milliardaereInzwischen dürften Staaten Impfstoffe für über 200 Milliarden US$ gekauft haben.[1] Auch wenn die tatsächlichen Produktionskosten ein gut gehütetes Geheimnis sind, machen die Impfstoffe einige Firmen und Einzelpersonen sehr reich.

Pfizer hatte Anfang des Jahres für 2021 mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff einen Umsatz von 16 Mrd. US$ bei einem Reingewinn von 4 Mrd. prognostiziert.[2],[3] Mit dem ersten Quartalsabschluss wurde die Umsatzerwartung mit der Impfung auf 26 Mrd. hochgeschraubt – und dabei sind nur die Bestellungen bis Mitte April berücksichtigt.[4] Damit würde die Impfung zum umsatzträchtigsten Medikament weltweit und den bisherigen Spitzenreiter Humira® [5] mit einem Umsatz von 21 Mrd. auf Platz zwei verdrängen.[3]


Protestaktion in Berlin

Seit Oktober 2020 hängt eine wichtige Initiative von Indien und Südafrika in der Welthandelsorganisation (WTO) fest, obwohl die darin anvisierten Patent-Ausnahmeregelungen die globale Covid-19-Bekämpfung maßgeblich unterstützen würden. Auch die deutsche Bundesregierung gehört zu den blockierenden Staaten, obwohl die überwältigende Mehrheit der WTO-Mitglieder dafür ist.


Aktionsbündnis gegen AIDS richtet sich an Merkel und von der Leyen

Vom 8. bis 10. Juni findet ein UN High-Level Meeting zu HIV und Aids statt. Es kommt zu einem historischen Zeitpunkt: 40 Jahre nach den ersten registrierten Fällen von HIV-Infektionen und 25 Jahre nach der Gründung von UNAIDS. Ein wichtiger Punkt auf der Agenda des Treffens wird die Verabschiedung einer neuen politischen Deklaration sein, die das globale Engagement gegen die Krankheit in den kommenden Jahren leiten soll.


Weitere Kampagne fordert Bekämpfung struktureller Ungerechtigkeiten in der Pandemie

„Raus aus der Krise nicht zurück“ - mit diesem Aufruf fordert ein neues zivilgesellschaftliches Bündnis die Bekämpfung struktureller Ungerechtigkeiten, die von der Covid-19-Pandemie vielerorts noch verstärkt worden sind. Unter dem Namen „Solidarisch geht anders!“ geht es um faire Gesundheits- und Finanzpolitik, aber auch Themen wie Antirassismus und Klimagerechtigkeit werden angesprochen.


Make them sign!

Trotz des dramatischen globalen Mangels an Covid-19-Impfstoffen, blockiert die deutsche Bundesregierung weiterhin internationale Initiativen zur Ausweitung von Produktionskapazitäten. Ein zivilgesellschaftliches Bündnis unter Beteiligung der BUKO Pharma-Kampagne hat deshalb heute die Kampagne „Sign!“ gestartet. 


BUKO zu Gast bei der Bielefelder Global Health Initiative

Einladung an alle Interessierten:

Die BUKO Pharma-Kampagne veranstaltet gemeinsam mit der Bielefelder Global Health Initiative (BiGHI) ein Webinar zu Antibiotikaresistenzen und One Health - anlässlich der European Public Health Week am Thementag „All for one health“.


2021 01 Spezial KrebsBei kaum einer anderen Erkrankung zeigt sich die massive globale Ungerechtigkeit so deutlich wie bei Krebs. PatientInnen im globalen Süden haben kaum Chancen, eine angemessene Versorgung zu bekommen. Die Gesundheitssysteme sind schwach und die für die Therapie notwendigen Medikamente oft unbezahlbar. Die vorliegende Broschüre rückt die dramatischen Versorgungslücken in den Fokus. Sie bietet Daten zur globalen Krebslast und benennt die Hürden beim Zugang zu Präventionsangeboten, Behandlungen und Medikamenten. Fünf Länderstudien aus dem globalen Süden machen greifbar, wie schwierig die Situation für KrebspatientInnen, AktivistInnen und Behandelnde vor Ort ist und wie dringend der Handlungsbedarf. Schließlich berichten wir über Lichtblicke und Handlungsansätze für Wege aus dieser Krise – hin zu einer besseren und gerechteren Versorgung.

 

Download: Pharma-Brief Spezial 1/2021 Unbezahlbar krank [PDF]
Die Broschüre kann auch für 5,- € bestellt werden. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Paragraf 87 des Aufenthaltsgesetzes einschränken – JETZT UNTERZEICHNEN!


Max Klein über Probleme in der krebsversorgung

Im Rahmen der Online-Reihe "talk & act" lädt die BUKO zu einem Seminar mit Max Klein ein. Er wird am Abend des 3.5. das aktuelle Projekt "Unbezahlbar krank? Krebserkrankungen im globalen Süden" der BUKO Pharma-Kampagne vorstellen.


Zivilgesellschaft kritisiert Vorstoß der neuen WTO-Führung

Über 240 zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter auch die BUKO Pharma-Kampagne, haben sich in der vergangenen Woche mit einem offenen Brief an die neue WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala gewandt. Das Schreiben kritisiert den von der Welthandelsorganisation jüngst lancierten sogenannten Dritten Weg, der eine Alternative aufzeigen soll zum weiterhin blockierten Prozess um den „Patent-Waiver“ von Indien und Südafrika.


Wohin mit der ganzen Kohle?

Pünktlich zum gestrigen Weltgesundheitstag publizierte die Aktionsgruppe Gesundes Klima des Netzwerks Kritische MedizinerInnen Deutschland ein Positionspapier mit dem Titel „Wohin mit der ganzen Kohle? - Divestment im Gesundheitssystem“.

In einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung wurde das Positionspapier - unterstützt von mehreren Gesundheitsgruppen und Organisationen, darunter auch die BUKO Pharma-Kampagne - vorgestellt und damit Widersprüche in der Gesundheitspolitik deutlich gemacht.


One World One Health

... unter diesem Schlagwort aus 40 Jahren Kampagnenarbeit laden wir ein zu unserer zweitägigen Konferenz vom 30.4. bis 1.5.2021!


Über TRIPS Waiver und Patentschutzaufhebung

Symbols vaccine FlaviovivoriosallesAm 17. März 2021 fand das virtuelle Fachgespräch "Covid-19 vaccines: low supply despite huge demand. How can this be?" statt, das die BUKO Pharma-Kampagne gemeinsam mit Ärzte ohne Grenzen, Brot für die Welt und der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe DAHW (alle gemeinsam sind das Memento-Bündnis) veranstaltet haben. Redner:innen waren Achal Prabhala von AccessIBSA aus Indien, Umunyana Rugege von Section 27 aus Südafrika und Dimitri Eynikel von MSF aus Brüssel.


Impfgerechtigkeit – Für Afrika nur Krümel?

Jrg SchaaberBFreyIm Rahmen der Veranstaltungsreihe Bielefelder Vorträge zum Zeitgeschehen hält Jörg Schaaber am nächsten Mittwoch (24.3.21) von 18 bis 20 Uhr einen Vortrag über die weltweite Impfstoffverteilung. Das Versprechen der Vereinten Nationen, der Weltgesundheitsorganisation und weiterer Regierungschefs, auch Entwicklungsländer hinreichend mit SARS-CoV-2-Impfungen zu versorgen, ist bis heute nicht eingelöst. Wieso das so ist und was daraus für die Zukunft zu lernen ist, erklärt Jörg Schaaber in seinem Vortrag. 

Weitere Infos im Veranstaltungskalender der Stadtbibliothek.

Die Stadtbibliothek überträgt den Vortrag im Livestream. Die Teilnahme ist kostenlos, erfordert allerdings eine vorherige Anmeldung.

Bild Jörg Schaaber © Barbara Frey


Protestaktion vor dem Wirtschaftsministerium in Berlin

WTO Patentaktion vorm WirtschaftsministeriumPatentaussetzung in der Covid-19-Pandemie weiter in Wartestellung

Weltweit erhöhen zivilgesellschaftliche Akteure den Druck, damit die Blockade des „Patent-Waivers“ für Covid-19-Produkte durch reiche Staaten bei der Welthandelsorganisation WTO endlich zu einem Ende kommt. Auch Deutschland, unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft und Energie sowie des Ministeriums für Justiz und Verbraucherschutz, bremst die wichtige Initiative von Indien und Südafrika aus.[1] Um auf diese destruktive Rolle aufmerksam zu machen und einen Sinneswandel anzuregen, führten mehrere zivilgesellschaftliche Gruppen, darunter auch die Pharma-Kampagne, vergangene Woche eine Protestaktion vor dem Wirtschaftsministerium in Berlin durch.


Wir freuen uns, Sie zum virtuellen Fachgespräch "Covid-19 Arzneimittel: Geringe Mengen trotz riesigen Bedarfs. Wie kann das sein?" am Mittwoch, 17. März 2021, 13:00 – 14:30 Uhr CET einzuladen.


Globaler Zugang zu Impfungen und geistige Eigentumsrechte

Leaked Covid prices sCovid-19-Impfstoffe sind derzeit ein knappes Gut. Die Patentinhaber entscheiden alleine, wo und wieviel Impfstoffe hergestellt werden und wer sie bekommt. Eine Ausweitung der Produktion durch Generikahersteller wäre naheliegend. Doch die Industrie lehnt das in der Welthandelsorganisation diskutierte Aussetzen von geistigen Eigentumsrechten ebenso ab wie freiwillige Lizenzen und Technologietransfer durch den WHO-Patentpool C-TAP.[1] Patente seien nicht das Problem, behauptet Big Pharma.

Es ist keine Frage, dass es bei Covid-19 global ungerecht zugeht. Auf zehn Länder entfallen 75% der bislang verimpften Dosen, während in 130 Ländern bis Ende Februar noch niemand geimpft wurde. Nicht nur eine gerechtere Verteilung, vor allem auch mehr Impfdosen wären notwendig.

Wie das am besten erreicht werden kann, ist derzeit ein heiß diskutiertes Thema. Bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages prallten am 24.2.2021 die Meinungen aufeinander.[2] Dr. Siegfried Throm, der als Vertreter der großen Pharmafirmen für den Verband forschender Arzneimittelunternehmen (VfA) sprach, versuchte in Verdrehung der Tatsachen das Problem kleinzureden: „Wo ist der Bedarf? Es dauert ein bisschen. Aber das gilt nicht nur für die Länder in Europa oder auch in anderen Teilen, sondern das gilt natürlich weltweit.“

VertreterInnen der Pharma-Kampagne, Ärzte ohne Grenzen und Medico International, die bei der Anhörung ebenfalls zugegen waren, betonten dagegen, dass es versäumt wurde, rechtzeitig Voraussetzungen für die globale Massenproduktion von Impfstoffen und Medikamenten zu schaffen. Es sei jetzt dringend notwendig, Patente freizugeben und Technologietransfer zu leisten, um weiteren Herstellern die Produktion von Impfstoffen zu ermöglichen.


"Durch Krisen lernen – Eine Welt neu denken" - digitale Konferenz

Logo Eine Welt Netz KonferenzDas Eine Welt Netz NRW lädt zur alljährlichen Eine-Welt-Landeskonferenz am 12. und 13. März 2021 ein. Die Konferenz wird in digitaler Form über das interaktive Tool gather.town sattfinden. Verschiedenste ReferentInnen aus dem globalen Norden und Süden, aus der Politik, Wirtschaft, Kirche und Wissenschaft sind eingeladen. Darüber hinaus sind Workshops geplant, die zur Diskussion anregen sollen: Was lernen wir aus aktuellen Krisen wie der Pandemie und dem Klimawandel? Wie schaffen wir eine Transformation zu mehr Nachhaltigkeit und globaler Gerechtigkeit?

Die BUKO Pharma-Kampagne ist mit dabei und wird die virtuelle Ausstellung auf dem digitalen Markt der Möglichkeiten präsentieren.


Impfstoff als global öffentliches gut

Die Europäische Bürgerinitiative Right to Cure fordert, dass die Europäische Kommission alles in ihrer Macht Stehende tut, um Behandlungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und vor allem Impfstoffe zu global öffentlichen Gütern zu machen, die für jeden Menschen auf der Welt ohne Hürden zugänglich sind. Jeder Mensch hat das Recht auf Gesundheit und somit auch auf Heilmittel.