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Derzeit wird im EU-Parlament über das geplante viele Milliarden Euro schwere 10. Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont Europa“ 2028-2034 diskutiert. Dabei geht es auch um Arzneimittel und Gesundheitstechnologien, bei deren Entwicklung – vor allem in frühen Phasen der Forschung – öffentliche Gelder eine wichtige Rolle spielen.

Im Gesetzentwurf der Kommission wird aber nicht ausreichend geregelt, wie Menschen Zugang zu den Produkten erhalten sollen, die mit öffentlichen Geldern entwickelt wurden. Da eine erfolgreiche Produktentwicklung mehrere Schritte umfasst, wäre es wichtig, frühzeitig im Forschungsprozess die spätere Erschwinglichkeit von Arzneimitteln mitzudenken. Denn nur wenn mit jedem Schritt Zugangsklauseln1 weitergereicht werden, besteht eine reelle Chance, dass am Ende für alle bezahlbare Produkte stehen.2

Deshalb fordert ein breites Bündnis von über 50 entwicklungs- und gesundheitspolitischen Organisationen, Wissenschaft, und Krankenversicherern aus Europa Änderungen im laufenden Gesetzgebungsprozess. Damit soll der Zugang für Alle bei durch „Horizont Europa“ geförderter Forschung sichergestellt werden. Auch die Pharma-Kampagne hat den Brief mitunterzeichnet.3 (JS)


  1. Vertragliche Regeln, die den späteren Zugang und die Bezahlbarkeit sichern sollen ↩︎
  2. Sanjuan R et al. (2024) Planning for access during research and development. Uniting Efforts for Innovation, Access and Delivery. [Zugriff 22.6.2026] ↩︎
  3. Salud por Derecho et al. (2026) Ensuring Public Return on Public Investment – Support for Access Planning and Socially Responsible Innovation Provisions in Framework Programme 10 (FP10) Open letter to the Members of the European Parliament 22 June ↩︎

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