Frau in Peru Maske Hut


Covid-19 gefährdet auch die Mutter-Kind-Gesundheit

Ghana hat auf die Pandemie schnell reagiert und die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 ist bisher verhältnismäßig niedrig. Doch die Gesundheitsversorgung hat stark gelitten. Viele Einrichtungen konnten übliche Versorgungsleistungen nicht anbieten, weil es wegen der Pandemie an Testkapazitäten mangelte und Medikamente knapp wurden. Auch Impfkampagnen wurden ausgesetzt. Mit Unterstützung der WHO werden nun Konzepte umgesetzt, um grundlegende Versorgungsleistungen auch unter Pandemiebedingungen zu gewährleisten.

Rund 103.000 Infektionen und 823 Todesfälle durch Covid-19 zählte Ghana bis Ende Juli[1], die meisten davon in städtischen Ballungsgebieten wie Accra und Kumasi. Bereits sehr früh hatte die Regierung Maßnahmen ergriffen, um die Aus­brei­tung der Pandemie einzu­dämmen. Die Ausstattung von Laboren wurde ver­bes­sert, Quarantäne- und Isolationsstationen eingerichtet, Krankenhauskapazitäten aufgestockt. Im Februar hatte Ghana als erster Staat der Welt Corona-Impfstoff über das Covax-Programm erhalten und damit begonnen, die Bevölkerung zu impfen.[2]

Doch die Lage im Gesundheitssystem ist durch die Pandemie äußerst angespannt: Für 1.000 Menschen steht nur ein Krankenhausbett zur Verfügung. Nicht einmal zwei ÄrztInnen und gerade einmal 42 Pflegekräfte und Hebammen kommen in Ghana auf 10.000 EinwohnerInnen.[3] Eine flächendeckende Ver­sorgung der PatientInnen ist vor allem in ländlichen Gebieten nicht gewähr­leistet. Gesund­heitsdienste und Prä­ventionsarbeit wurden wegen der Pandemie eingeschränkt, Impf­kampagnen ausgesetzt.


Covid-19 offenbart Schwachpunkte der Versorgung

Covid-19 hat Peru schwer getroffen. Nirgendwo sonst ist die Sterberate so hoch:[1] Bis Mitte Juli wurden in dem südamerikanischen Land fast 200.000 Todesfälle verzeichnet – bei rund 33 Millionen EinwohnerInnen.[2] Es fehlt an ÄrztInnen, Intensivbetten und Sauerstoff. Andere Erkrankungen wie Malaria, die vor allem in der Amazonasregion endemisch ist, scheinen im Schatten der Pandemie zu verschwinden.


Länderbeispiel Peru

Gemessen an der Bevölkerungszahl ster­ben in keinem Flächenstaat der Erde so viele Menschen an der Lungenkrankheit COVID-19 wie in Peru. 5.484 Verstorbene pro einer Million EinwohnerInnen verzeichnet das südamerikanische Land im Juni 2021. Damit liegt es vor Belgien, Andorra und Großbritannien weltweit an erster Stelle.


Länderbeispiel Südafrika

Mit mehr als einer Million Infektionen ist Südafrika das am stärksten von der Pandemie betroffene Land auf dem afrikanischen Kontinent. Zusätzlich sorgt eine hier zuerst entdeckte Mutante des Corona-Virus für eine veränderte und sehr besorgniserregende Dynamik.


Länderbeispiel Ghana

Die Republik Ghana ist bisher eher mäßig von Covid-19 betrof­fen. Insbesondere städtische Ballungsgebiete wie Accra und Kumasi verzeichnen aber viele Infektionen. Denn dort leben viele Menschen sehr beengt in informellen Sied­lungen und haben ein hohes Risiko, sich anzustecken. Die gha­naische Regierung hat früh Maßnahmen ergriffen, um die Aus­brei­tung der Pandemie einzu­dämmen.


Neues Projekt der Pharma-Kampagne: Die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheitsversorgung in drei Ländern des globalen Südens

Mit Covid-19 ist das Ziel einer global gerechten Gesundheitsversorgung in weitere Ferne gerückt als je zuvor. Das gilt nicht nur für die Versorgung von Corona-PatientInnen oder den Zugang zu Impfstoffen. Die Pandemie vergrößert auch die ohnehin schon bestehenden Versorgungslücken in vielen Ländern – etwa bei HIV/Aids, Tuberkulose oder Malaria oder bei nicht übertragbaren Krankheiten wie Krebs und Diabetes. Die Störungen im Gesund­heitswesen, könnten Jahrzehnte des Fortschritts zunichtemachen, warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO.