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Mit Covid-19 ist das Ziel einer global gerechten Gesundheitsversorgung in weite Ferne gerückt. Das gilt nicht nur für die Versorgung von Corona-PatientInnen oder den Zugang zu Impfstoffen. Die Pandemie vergrößert auch die ohnehin schon bestehenden Versorgungslücken – etwa bei HIV/Aids und Tuberkulose oder bei nicht übertragbaren Krankheiten wie Krebs und Diabetes. Wir stellen die globale Gesundheitsversorgung in Corona-Zeiten auf den Prüfstand. Exemplarisch nehmen wir dabei die Versorgung in Ghana, Südafrika und Peru in den Blick, aber auch Engpässe hier bei uns in Nordrhein-Westfalen. Im Austausch mit Partnerorganisationen vor Ort tragen wir Informationen zusammen und erstellen eine Länderstudie. Auch intensive Bildungsarbeit ist geplant.

Termine

Theatertournee zum Thema: 12.-21.9.22
Vortragsreise: 21.-28.4.2023
Fachkonferenz: 28.-29.4.2023


Aktuelles

03.06.2022

Kinderimpfungen in Peru

Auch im zweiten Pandemiejahr erhielt nur die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren eine Grundimmunisierung gegen Masern und Polio. Das peruanische Weiterlesen ...

28.04.2022

MEZIS Fachtagung 2022

15 Jahre MEZIS 

Mein Essen zahl' ich selbst e.V. lädt ein zur Fachtagung und Mitgliederversammlung im Juni 2022. Ein buntes Programm wi Weiterlesen ...

23.03.2022

Tuberkulose-Kontrolle ist durch Covid-19 weiterhin stark beeinträchtigt

ExpertInnen erwarten weniger Behandlungen und mehr Todesfälle

 Die Corona-Pandemie beeinträchtigt weiterhin die Versorgung von Weiterlesen ...

10.03.2022

Einladung: Aktionsbündnis gegen Aids

Anlässlich des 2. Jahrestags der Ausrufung der COVID-19-Pandemie lädt das Aktionsbündnis gegen Aids am 11.03.2022 zu einem virtuellen „Kamin Weiterlesen ...

09.03.2022

Durch die Pandemie gerät Lepra aus dem Blick

Laut WHO sind 2020 37% weniger Lepra-Fälle gemeldet worden als noch 2019. Die Zeitschrift GEO hat ausführlich über die Thematik berichtet. "Durc Weiterlesen ...

07.07.2021

Die globale Gesundheitsversorgung ist in der Krise

Ein neues Projekt der BUKO Pharma-Kampagne untersucht die Folgen der Covid-19-Pandemie für die Gesundheitssysteme in Ghana, Südafrika und Peru.Weiterlesen ...


Bislang sind die Folgen der Pandemie für die globale Gesundheitsversorgung noch wenig untersucht. Schon jetzt zeichnen sich aber verheerende Entwicklungen ab: Weit verbreitete Armutskrankheiten gerieten aus dem Blick und PatientInnen sind weitaus schlechter versorgt als noch 2019. Die WHO rechnet z.B. mit einem starken Anstieg der Todesfälle bei Tuberkulose. Denn die Test- und Behandlungskapazitäten wurden in etlichen Ländern zumindest zeitweise zur Behandlung von Covid-PatientInnen umgenutzt. Aber auch Ausgangssperren, Personalengpässe, Angst vor Ansteckung oder fehlende Schutzausrüstung verhinderten, dass PatientInnen notwendige Behandlungen bekamen. Impfprogramme für Kinder wurden vielerorts gestoppt, Vorsorgetermine für Schwangere gestrichen und Präventionsangebote ausgesetzt. Zusätzlich sind dringend benötigte Medikamente knapp geworden. Denn geschlossene Fabriken und Flughäfen oder erhöhte Frachtpreise haben die Lieferketten unterbrochen. Die Störungen im Gesundheitswesen, könnten Jahrzehnte des Fortschritts zunichtemachen, warnt die Weltgesundheitsorganisation.

Wir wollen wissen, wie die Gesundheitssysteme in Südafrika, Ghana und Peru auf die Pandemie reagiert haben. Was bedeuten die Veränderungen für den Kampf gegen Infektionskrankheiten? Welche Folgen haben sie für PatienInnen mit chronischen Krankheiten oder auch für werdende Mütter? Wie steht es um eine global gerechte und gute Versorgung weltweit? Und was müsste getan werden, um die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 doch noch zu erreichen?

Auf Basis der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur sammeln wir Daten und Fakten zur globalen Lage und auch zur Situation in den einzelnen Ländern. Um die verschiedenen Probleme näher zu beleuchten führen wir jeweils 10 Interviews in allen drei Ländern. Unsere lokalen Partner sprechen mit ÄrztInnen, ForscherInnen, VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen, MitarbeiterInnen aus Behörden oder Ministerien. Alle Gespräche werden aufgezeichnet und ausgewertet. 

Unsere Projektpartner in Ghana ist das People´s Health Movement (PHM), ein Netzwerk, das Gesundheitsaktivisten, Organisationen der Zivilgesellschaft und akademische Einrichtungen aus der ganzen Welt zusammenbringt. https://phmovement.org/

Für Ghana existiert eine landesweite Koordinierungsstelle. In Südafrika arbeiten wir eng zusammen mit dem Journalistinnen-Netzwerk Health-e, das auf Gesundheitsthemen spezialisiert ist. https://health-e.org.za/

In Peru ist unsere Partnerorganisation Salud con Lupa, eine Plattform für digitalen Journalismus. Ihr Thema ist die öffentliche Gesundheit in Lateinamerika. Ihr Anliegen: Durch die Verbreitung zuverlässiger Informationen, die frei von kommerziellen Interessen sind, eine gesunde Lebensweise zu fördern. https://saludconlupa.com/

Die Ergebnisse unserer Länderstudie werden wir im Mai 2022 publizieren und auch Filme und Podcasts für die Bildungsarbeit erstellen. Ab der zweiten Jahreshälfte 2021 bieten wir Vorträge und Info-Veranstaltungen, aber auch Unterrichtsbesuche und Theateraufführungen zum Thema an. Im Frühjahr 2023 ist eine Vortragsreise mit den Projektpartnern aus Ghana, Südafrika und Peru geplant und auch eine Abschlusskonferenz.

Wir wollen über die gravierenden Folgen der Pandemie informieren, aber auch zeigen, dass Veränderung möglich ist. Eine universelle Gesundheitsversorgung , die weltweit und auch hier bei uns niemanden zurücklässt, ist ein erklärtes Ziel der Agenda 2030. Machen auch Sie sich für Veränderung stark!

 

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