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Auch im zweiten Pandemiejahr erhielt nur die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren eine Grundimmunisierung gegen Masern und Polio. Das peruanische Gesundheitsministerium ist bemüht, die Lücke mit Hausbesuchen zu schließen, doch das Budget für das Impfprogramm wurde gekürzt.

zum gesamten Artikel: Peru: Aufholbedarf bei Kinder-Impfungen
Artikel aus dem Pharma-Brief 3/2022, S. 6

Termine

Theatertournee zum Thema: 12.-21.9.22
Vortragsreise: 21.-28.4.2023
Fachkonferenz: 28.-29.4.2023


Aktuelles

19.10.2022

Kurzfilme zur Lage in Peru und Südafrika sind online

Darüber hinaus haben wir über die Covid-19-Situation in Ghana einen Podcast erstellt:

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20.09.2022

Spezial auch auf Englisch!

Unsere Fachbroschüre zum Thema kann jetzt auch in englischer Sprache runtergeladen werden. Dafür folgen Sie einfach der nächsten Verlinkung:

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15.09.2022

Vortrag am 21.9. in Bad Oeynhausen

Im Rahmen der Fairen Woche lädt die Eine Welt Gruppe Bad Oeynhausen zu mehreren Veranstaltungen ein: Am 21.9. gibt es um 13.00 und 14.00 jeweils e Weiterlesen ...

15.09.2022

Schulmaterial zu den Folgen von Covid

Die Corona-Pandemie hat eine globale Gesundheitskrise entfacht. Sie ließ Versorgungssysteme kollabieren oder brachte sie an den Rand ihrer Belastu Weiterlesen ...

15.09.2022

Theater ist in NRW unterwegs

Schon seit Montag ist die Straßentheatergruppe Schluck & weg in Nordrhein-Westfalen unterwegs, macht in Fußgängerzonen oder auf Schulhöfen Weiterlesen ...

29.08.2022

Pharma-Brief Spezial ist erschienen

Unsere neuste Fachbroschüre präsentiert die Ergebnisse unserer Länderstudie. Er ist zugleich ein Plädoyer, aus dieser Krise zu lernen, öffentl Weiterlesen ...


Bislang sind die Folgen der Pandemie für die globale Gesundheitsversorgung noch wenig untersucht. Schon jetzt zeichnen sich aber verheerende Entwicklungen ab: Weit verbreitete Armutskrankheiten gerieten aus dem Blick und PatientInnen sind weitaus schlechter versorgt als noch 2019. Die WHO rechnet z.B. mit einem starken Anstieg der Todesfälle bei Tuberkulose. Denn die Test- und Behandlungskapazitäten wurden in etlichen Ländern zumindest zeitweise zur Behandlung von Covid-PatientInnen umgenutzt. Aber auch Ausgangssperren, Personalengpässe, Angst vor Ansteckung oder fehlende Schutzausrüstung verhinderten, dass PatientInnen notwendige Behandlungen bekamen. Impfprogramme für Kinder wurden vielerorts gestoppt, Vorsorgetermine für Schwangere gestrichen und Präventionsangebote ausgesetzt. Zusätzlich sind dringend benötigte Medikamente knapp geworden. Denn geschlossene Fabriken und Flughäfen oder erhöhte Frachtpreise haben die Lieferketten unterbrochen. Die Störungen im Gesundheitswesen, könnten Jahrzehnte des Fortschritts zunichtemachen, warnt die Weltgesundheitsorganisation.

Wir wollen wissen, wie die Gesundheitssysteme in Südafrika, Ghana und Peru auf die Pandemie reagiert haben. Was bedeuten die Veränderungen für den Kampf gegen Infektionskrankheiten? Welche Folgen haben sie für PatienInnen mit chronischen Krankheiten oder auch für werdende Mütter? Wie steht es um eine global gerechte und gute Versorgung weltweit? Und was müsste getan werden, um die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 doch noch zu erreichen?

Auf Basis der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur sammeln wir Daten und Fakten zur globalen Lage und auch zur Situation in den einzelnen Ländern. Um die verschiedenen Probleme näher zu beleuchten führen wir jeweils 10 Interviews in allen drei Ländern. Unsere lokalen Partner sprechen mit ÄrztInnen, ForscherInnen, VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen, MitarbeiterInnen aus Behörden oder Ministerien. Alle Gespräche werden aufgezeichnet und ausgewertet. 

Unsere Projektpartner in Ghana ist das People´s Health Movement (PHM), ein Netzwerk, das Gesundheitsaktivisten, Organisationen der Zivilgesellschaft und akademische Einrichtungen aus der ganzen Welt zusammenbringt. https://phmovement.org/

Für Ghana existiert eine landesweite Koordinierungsstelle. In Südafrika arbeiten wir eng zusammen mit dem Journalistinnen-Netzwerk Health-e, das auf Gesundheitsthemen spezialisiert ist. https://health-e.org.za/

In Peru ist unsere Partnerorganisation Salud con Lupa, eine Plattform für digitalen Journalismus. Ihr Thema ist die öffentliche Gesundheit in Lateinamerika. Ihr Anliegen: Durch die Verbreitung zuverlässiger Informationen, die frei von kommerziellen Interessen sind, eine gesunde Lebensweise zu fördern. https://saludconlupa.com/

Die Ergebnisse unserer Länderstudie werden wir im Mai 2022 publizieren und auch Filme und Podcasts für die Bildungsarbeit erstellen. Ab der zweiten Jahreshälfte 2021 bieten wir Vorträge und Info-Veranstaltungen, aber auch Unterrichtsbesuche und Theateraufführungen zum Thema an. Im Frühjahr 2023 ist eine Vortragsreise mit den Projektpartnern aus Ghana, Südafrika und Peru geplant und auch eine Abschlusskonferenz.

Wir wollen über die gravierenden Folgen der Pandemie informieren, aber auch zeigen, dass Veränderung möglich ist. Eine universelle Gesundheitsversorgung , die weltweit und auch hier bei uns niemanden zurücklässt, ist ein erklärtes Ziel der Agenda 2030. Machen auch Sie sich für Veränderung stark!

 

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