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Patente töten PetitionPressemitteilung BUKO Pharma-Kampagne und medico international, 22.09.2020

In einem internationalen Aufruf fordern über 100 zivilgesellschaftliche Organisationen aus 20 Ländern gemeinsam mit Ärzt*innen, Wissenschaftler*innen, Gesundheitsexpert*innen und Kreativen anlässlich der Covid-19-Pandemie die Aufhebung des Patentschutzes auf alle unentbehrlichen Medikamente. Um aktuelle und künftige Pandemien erfolgreich einzudämmen, müssten Regierungen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Forschung transparent erfolgt, medizinisches Wissen und seine Endprodukte als Gemeingut der Menschheit behandelt werden und die Macht von Pharmaunternehmen im öffentlichen Interesse begrenzt wird.


Reichstag C JSchaaber

(Bielefeld/Frankfurt 28.5.2020) Am kommenden Freitag wird die WHO gemeinsam mit Costa Rica einen „Call to Action“ vorstellen, der zur Schaffung einer weltweiten „Technologie-Plattform“ für Covid-19-Produkte aufruft. Die World Health Assembly hatte in ihrer Resolution vom 19.5.2020 bereits an die Internationale Gemeinschaft appelliert, die Einrichtung eines solchen Patentpools anzugehen. Mit der Plattform sollen nun Daten und Wissen zu Covid-19-Behandlungsmöglichkeiten, Impfstoffen und Medikamenten gesammelt und die geistigen Eigentumsrechte gebündelt werden, um die Produkte dann als „globales öffentliches Gut“ verfügbar zu machen. Regierungen, Institutionen und Unternehmen werden aufgerufen, die Initiative unter Federführung der WHO zu unterstützen. Schon im Vorfeld wurde die Unterstützung mehrerer lateinamerikanischer Staaten bekannt, auch mehrere europäische Länder haben sich dem Vorstoß angeschlossen oder erwägen das. Leider gibt es deutliche Signale aus Genf, dass Deutschland die Initiative nicht unterstützt und sogar andere Länder entmutigt, sich zu beteiligen.


Merkel 2020 2

Bielefeld/Berlin, 4. Mai 2020

NGO-Bündnis richtet eindringlichen Appell an die Bundeskanzlerin

Die Forschung für Impfstoffe und Medikamente gegen COVID19 wird verstärkt. Dabei muss aber sichergestellt werden, dass die entwickelten Produkte auch für alle, die sie benötigen, zur Verfügung stehen.

Eine breite Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen[1] richtet sich angesichts der COVID-19-Pandemie mit einem dringenden Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Gesundheit ist ein Menschenrecht, auch in Krisenzeiten.“ Deutschland müsse sich dafür einsetzen, dass niemand bei den Bemühungen gegen das Virus benachteiligt oder ausgeschlossen wird. Zahlreiche Hilfsorganisationen sowie Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kirche haben sich dem Aufruf angeschlossen.


Anthony AppleyardBUKO Pharma-Kampagne, vdää, MEZIS und VDPP fordern Globale Solidarität beim Zugang zu COVID-19-Impfstoffen, -Tests und -Medikamenten

Im Angesicht der globalen SARS-COV2 Pandemie ist es Zeit, der ausschließlichen Profitorientierung bei der Arzneimittelherstellung einen Riegel vorzuschieben und für wichtige Innovationen eine Verpflichtung zum “equitable Licensing” durchzusetzen, alternativ eine gemeinwohlorientierte Reform des Patentrechts oder sogar eine staatliche Pharmaproduktion zu erwägen.

Der französische Pharmakonzern Sanofi fordert aktuell von der EU finanzielle Unterstützung für die Impfstoffentwicklung und -produktion gegen Sars-CoV2. Er verweist auf entsprechende Subventionen für Pharmaunternehmen durch die US-amerikanischen Behörden und droht, dass Sanofi ohne entsprechende europäische Unterstützung seinen Impfstoff nur in den USA ausliefern werde (SPIEGEL vom 25.4.2020).


478px SARS CoV 2 without backgroundDie BUKO Pharma-Kampagne fordert anlässlich der Corona-Pandemie gemeinsam mit über 250 internationalen Organisationen und UnterstützerInnen eine internationale Kooperation zur Förderung medizinischer Entwicklung sowie eine umfassende und gerechte weltweite Gesundheitsversorgung. Die gegenwärtige Krise ist ein globaler Weckruf, endlich das unfaire, intransparente und wenig effektive Forschungssystem zu verändern.


Memento Preis JSchaaber Für ihren Einsatz für bezahlbare Impfstoffe, Diagnostika und Medikamente wird die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens mit dem diesjährigen Memento Politikpreis ausgezeichnet. „Es darf uns nicht gleichgültig sein, wenn Menschen sterben, weil das Medikament, das geholfen hätte, zu teuer ist oder wegen mangelnder Renditeerwartung nicht entwickelt wurde“, so die Preisträgerin, Vorsitzende des Unterausschusses Globale Gesundheit des Deutschen Bundestages. Die Preisverleihung wird nicht wie geplant am Mittwoch, dem 11. März stattfinden, sondern wird auf Grund der aktuellen epidemiologischen Situation bei der Lungenerkrankung COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) und der veränderten gesundheitspolitischen Empfehlungen seitens des Bundesministeriums für Gesundheit auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.


Gerichtshof der Europäischen Union: EMA darf Zulassungsunterlagen öffentlich machen

CURIA CC Cdric Puisney(22.1.2020) In einem wegweisenden Urteil hat der Europäische Gerichtshof heute entschieden, dass die European Medicines Agency (EMA) die Ergebnisse von Studien, die im Rahmen des Zulassungsverfahrens eingereicht wurden, weiterhin öffentlich machen kann. Dagegen hatten zwei Hersteller geklagt, weil sie das für geschäftsschädigend hielten. Wir berichteten und hatten die industriefreundliche Stellungnahme des EU Generalanwalts im Verfahren gemeinsam mit vielen anderen Organisationen kritisiert. Jörg Schaaber von der Pharma-Kampagne kommentierte das Urteil: "Das ist ein guter Tag für Patientinnen und Patienten. Denn gute Therapieentscheidungen basieren auf vollständigem Wissen über Nutzen und Schaden. Der Europäische Gerichtshof hat bestätigt, dass Gesundheit Vorrang vor kommerziellen Interessen hat."


Versorgungslücken weltweit und auch in Deutschland

Tony WebsterMinnesota AIDS Project Twin Cities Pride Parade 9180874836Auch wenn sich der Zugang zu antiretroviralen Medikamenten weltweit stark verbessert hat – Stigmatisierung, Kriminalisierung und auch hohe Medikamentenpreise schließen immer noch viele Menschen von Prävention, Diagnose und Behandlung aus. Eine neue Broschüre von BUKO Pharma-Kampagne und Aktionsbündnis gegen Aids (AgA) analysiert den Status Quo der globalen Bemühungen gegen HIV/Aids und beleuchtet diese Probleme.

UNAIDS verzeichnet weiterhin Rekordzahlen bei den Behandlungsraten und Erfolge bei der Verringerung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV. Auch im Bereich Vorsorge hat sich Einiges getan: So stehen z.B. neue Therapien zur Verfügung, um stark gefährdete Menschen aus Schlüsselgruppen vor einer Ansteckung zu schützen.


Antibiotic pills cc Maksym KozlenkoSchlechte Datenlage weltweit und auch in Deutschland

Antibiotika-Resistenzen (ABR) kosten Menschenleben, führen zu langen KrankenhausAufenthalten und verursachen immense Kosten. Millionen Menschen im globalen Süden könnten dadurch künftig jedes Jahr in extreme Armut getrieben werden, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Doch bei der Kontrolle von ABR liegt noch Vieles im Argen wie Recherchen der BUKO Pharma-Kampagne zeigen.

Zur Welt-Antibiotika-Woche vom 18.-23. November mahnt die WHO mehr Engagement an im Kampf gegen die Resistenz-Problematik. Denn einige der früher am meisten gefürchteten Infektionskrankheiten werden heute weltweit wieder bedrohlich: Pneumonie, Tuberkulose, Sepsis, Gonorrhö oder Salmonellose sind aufgrund resistenter Erreger immer schwerer zu behandeln. Allein an multiresistenter Tuberkulose sterben jedes Jahr rund 230.000 Menschen.


Plakat Kima A5 Minden finalKlimatische Veränderungen machen sich schon heute weltweit bemerkbar - und sie beeinflussen in vielfältiger Weise unsere Gesundheit. Eine Veranstaltung am 16. September soll mit spannenden Kurzvorträgen informieren, lokale Handlungsperspektiven aufzeigen und zur Diskussion anregen. Veranstalter sind die Stadt Minden, das Welthaus, der BUND und die BUKO Pharma-Kampagne.


Deutschland schert bei WHA-Resolution zu Transparenz aus

Die Weltgesundheitsversammlung (WHA) hat am 28.5. eine Resolution verabschiedet, die sich für stärkere Transparenz im Markt für Medikamente, Impfungen und andere Medizinprodukte einsetzt. In einem tagelangem Ringen im Genfer Hauptquartier der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde versucht, den Originaltext aufzuweichen. Deutschland tat sich dabei besonders negativ hervor.


(23.5.2019) Auf der Weltgesundheitsversammlung wird derzeit eine wichtige Resolution diskutiert, die für mehr Transparenz bei Arzneimittelpreisen sorgen soll. Doch Deutschland torpediert die Verabschiedung. Mit einem offenen Brief an Jens Spahn fordern wichtige deutsche Nichtregierungsorganisationen den Bundesgesundheitsminister auf, die Blockade aufzugeben.


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Bielefeld, Bristol, Brüssel, Amsterdam (30. April 2019). Zum Schutz von PatientInnen müssen die Ergebnisse aller klinischen Studien in der EU seit 2014 zentral veröffentlicht werden. Doch eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass viele europäische Universitäten diese Verpflichtung nur schlecht erfüllen.

Ein gemeinsamer Bericht von BUKO Pharma-Kampagne (Deutschland), TranspariMED (Vereinigtes Königreich), Test Aankoop (Belgien) und Health Action International (Niederlande) macht gravierende Defizite deutlich. Untersucht wurden die 30 Universitäten, die die meisten Studien in der EU durchführen.

 

 


Der Global Health Hub Germany der Bundesregierung hat Interessenkonflikte

(19.2.2019) Die Deutsche Plattform für Globale Gesundheit, ein Netzwerk aus Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler*innen und Gewerkschaften, sieht in der Zusammensetzung des neu gegründeten Global Health Hub Germany der Bundesregierung, der am 19.2. lanciert wird, einen Interessenkonflikt zwischen Gemeinwohlinteressen und Gewinninteressen im Gesundheitsbereich.


Tag01 02 MementoBerlin, 18. Februar 2019. Der Memento Forschungspreis für vernachlässigte Krankheiten geht dieses Jahr an Prof. Dr. Jürgen May vom Bernard-Nocht-Institut für
Tropenmedizin. Die Jury würdigt damit das Engagement des Wissenschaftlers für die Forschung zu Fieberkrankheiten in Afrika. Prof. May und seine Arbeitsgruppe untersuchen, ob Patienten, die Symptome von Malaria zeigen, tatsächlich an der durch Parasiten übertragenen Erkrankung leiden oder eine andere Infektionskrankheit haben. Der Memento Preis in der Kategorie Journalismus 2019 geht an die freie Journalistin Katharina Nickoleit. Die Preisverleihung findet am 20. Februar 2019 ab 19 Uhr in der Hörsaalruine der Charité in Berlin statt.


(29.11.18) Die Europäische Union muss die Menschen in den Mittelpunkt ihrer Forschungspolitik stellen. Das fordern 25 Organisationen in einem heute veröffentlichten Manifest. Viele Gesundheitssysteme in der EU leiden unter den Folgen einer einseitigen Industriepolitik im pharmazeutischen Sektor. Diese zielt fast ausschließlich auf das Wirtschaftswachstum und auf Gewinnmaximierung, statt auf die optimale Versorgung der Bevölkerung mit guten und bezahlbaren Medikamenten. Bessere Regeln für Forschung und Entwicklung können eine Kehrtwende einleiten. Ganze Pressemitteilung


(13.11.2017) Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihren neuen Global Tuberculosis Report 2017 veröffentlicht. Die neuen Daten zur globalen Tuberkulose-Epidemie zeigen zwar kleine Erfolge in der TB-Kontrolle, doch die Lage sei insgesamt düster, resümiert die WHO. Die Fortschritte in der TB-Kontrolle reichten nicht aus, um die in der End-TB-Strategie und auch in den Weltentwicklungszielen anvisierten Ziele zu erreichen. „Deutschland muss sich der internationalen Verantwortung stellen und mehr in Forschung und Armutsbekämpfung investieren“, so Claudia Jenkes von der BUKO Pharma-Kampagne. Ganze Pressemitteilung.


(18.9.2017) Vor rund 25 Jahren erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Tuberkulose-Epidemie zum globalen Gesundheitsnotstand. Verändert hat sich seither wenig. Noch immer tötet die Armutskrankheit knapp zwei Millionen Menschen jährlich – mehr als jede andere Infektionskrankheit. Zudem machen Antibiotika-Resistenzen die Tuberkulose vielerorts wieder unbehandelbar. Das Straßentheater Schluck & weg beleuchtet diese Problematik mit einer skurrilen Komödie. Die Gruppe ist vom 18.-30. September auf Tournee. Ganze Pressemitteilung


(18.5.2017) Zu Beginn des G20 Gesundheitsministertreffens, das sich mit globalen Gesundheitskrisen wie der Bekämpfung von Ebola und anderen Seuchen sowie der Eindämmung von Antibiotikaresistenzen befassen wird, fordert die Deutsche Plattform für Globale Gesundheit (DPGG) ein Umdenken in der globalen Gesundheitspolitik. Ganze Pressemitteilung


(21.3.2017) „Unite to End TB“ heißt das Motto des diesjährigen Welt-Tuberkulose-Tags am 24. März. BUKO Pharma-Kampagne und DAHW Deutsches Lepra- und Tuberkulosehilfe setzen diesen Appell in die Tat um: Sie starten gemeinsam eine Bildungsoffensive, die mehr öffentliches Interesse für die Armutskrankheit wecken und im Vorfeld des G-20 Gipfels insbesondere politische Entscheidungsträger erreichen soll. Denn keine andere Infektionskrankheit tötet so viele Menschen wie die Tuberkulose. Ganze Pressemitteilung.


(28.2.2017) Mit der gestern von der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichten Liste dringend benötigter Antibiotika soll die Erforschung neuer Wirkstoffe gezielt vorangetrieben werden. Die Pharma-Kampagne begrüßt diesen Schritt. "Die WHO hat so das Heft in die Hand genommen und Prioritäten gesetzt, in welchen Bereichen der Medikamentenforschung der höchste Handlungsbedarf besteht. Das ist gut, denn der Markt hat bisher weitestgehend versagt. Ganze Pressemitteilung.


(31.1.2017) Das Ansinnen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Bill and Melinda Gates Foundation in ihr Verwaltungsgremium aufzunehmen, stößt auf breite Kritik. Dreißig internationale Organisationen aus den Bereichen Gesundheitspolitik, Verbraucherschutz und Menschenrechte, darunter die BUKO Pharma-Kampagne und die Menschenrechts-Organisation FIAN, äußern in einem offenen Brief erhebliche Bedenken. Ganze Pressemitteilung.


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