Pharma-Brief 2/2026: Biotechnologie, Hormontherapie und Pandemieabkommen
16. April 2026
Ein Arzneimittel ist ein Wirkstoff plus Information. Das klingt vielleicht banal, ist aber wichtig. Denn wie sollen Frauen sich gut für oder gegen eine Hormonbehandlung entscheiden können, wenn Warnungen ohne guten Grund gestrichen werden?
Bei einer Studie zur Hepatitis-B-Impfung in Guinea Bissau geht es um die Frage: Darf man eine bewährte Behandlung für einen dubiosen Erkenntnisgewinn einfach vorenthalten?
Gelingt globale Gerechtigkeit beim Pandemieabkommen der WHO? Die Aussichten sind eher düster, meint Pedro Villarreal von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Viele Fragen. Wir bieten Ihnen Fakten und Stoff zum Nachdenken.
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16. April 2026
EU: Biotechförderung auf Kassenkosten?
Ein EU-Gesetzentwurf zur Biotechförderung könnte Krankenkassen durch verlängerte Marktexklusivität belasten.
16. April 2026
US-FDA streicht Warnhinweise bei Hormontherapie
Trotz bekannter Risiken strich die FDA Warnhinweise zur Hormontherapie weitgehend, ohne dass neue Evidenz vorliegt.
16. April 2026
Massenbehandlung mit Azithromycin in Afrika
Neue Forschungsergebnisse zeigen keinen positiven Effekt der Massenbehandlung von Kindern mit Azithromycin.
16. April 2026
TRIPS Flexibilitäten: Doppeltes Spiel
Beitrag zeigt, dass reiche Länder zunehmend Zwangslizenzen nutzen und sich deren Einsatz in den letzten Jahren verändert hat.
16. April 2026
Neue Optionen gegen antimikrobielle Resistenzen
Neue Antibiotika gegen Gonorrhö geben Hoffnung, während zunehmende Resistenzen die Wirksamkeit bestehender Therapien gefährden.
16. April 2026
Guinea-Bissau: Impfgegner am Werk
Geplante Studie verzögert Hepatitis-B-Impfung bei Säuglingen und stößt auf Kritik wegen ethischer Bedenken und politischer Einflussnahme.
16. April 2026
Cholera: Wieder mehr Impfstoff
Cholera-Impfstoff wird nach Engpässen wieder eingesetzt, bleibt jedoch knapp und zwingt in vielen Regionen weiterhin zu Ein-Dosis-Impfungen.
17. April 2026
WHO warnt vor Einfluss der Tabakindustrie
Die WHO fordert die Vertragsparteien zu besonderer Wachsamkeit auf, da die Tabakindustrie versucht, Delegationen politisch zu beeinflussen.