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Bundesregierung finanziert globale Zentrale

In Berlin entsteht derzeit ein Sekretariat, das weltweit die Entwicklung neuer Antibiotika koordinieren soll. Die Bundesregierung übernimmt für die ersten drei Jahre die Finanzierung. Damit löst sie eine Zusage vom G20-Gipfel in Hamburg 2017 ein. Dort wurde beschlossen, wegen fehlenden kommerziellen Interesses verstärkt öffentlich finanzierte Aktivitäten zu fördern.[1]

Die neue Einrichtung wird keine eigene Forschung und Entwicklung betreiben, sondern bestehende weltweite Aktivitäten miteinander vernetzten. Dazu sollen Regierungen ihre Förderprogramme aufeinander abstimmen und mit anderen Geldgebern, vor allem philanthropischen Stiftungen, zusammenarbeiten. Das Sekretariat mit dem sperrigen Namen „Global Antimicrobial Resistance R&D Hub“ wird mit 4 bis 5 Personen besetzt und am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung in Berlin angesiedelt.[2]

Gründungsmitglieder sind unter anderem Russland, China, USA und Frankreich, die Europäische Kommission, die Gates Foundation und der Wellcome Trust.[3] Relevante überstaatliche Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO oder die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO haben Beobachterstatus und sollen an den Board-Sitzungen teilnehmen.

An die Arbeit

Übergeordnetes Ziel ist, die Pipeline mit neuen Wirkstoffkandidaten zu füllen, um auch in Zukunft resistente Erreger behandeln zu können. Das soll laut Arbeitsplan mit mehreren Aktivitäten gefördert werden.[4] Eine öffentlich zugängliche Datenbank wird geschaffen, die alle relevanten Förderprogramme weltweit möglichst in Echtzeit abbilden soll. Auf dieser Basis sollen Prioritäten für Forschung und Entwicklung gesetzt und die Programme besser aufeinander abgestimmt werden. Leitprinzipien sind der „One Health“ Ansatz sowie die Verfügbarkeit der neuen Medikamente und Diagnostika für möglichst viele Menschen. Die Forschungsförderung soll mit einer Kombination von Push- und Pull-Mechanismen arbeiten.

Alle Mitglieder sind im Board vertreten und treffen sich regelmäßig. Die Mitglieder verpflichten sich, mit eigenen messbaren Aktivitäten für das Erreichen der Ziele zu arbeiten. So hat die deutsche Ministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, bei der offiziellen Gründung des AMR Hub im Mai 2018 angekündigt, die Bundesregierung werde in den kommenden zehn Jahren bis zu 500 Mio. Euro für die Forschung zur Resistenzproblematik bereitstellen.[5]  (CW)

 

Artikel aus dem Pharma-Brief 6/2018, S. 6

[1] G20 (2017) Abschlusserklärung www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/E/Erklaerungen/G20-Abschlusserklaerung_der_Staats-_und_Regierungschefs.pdf

[2] Global AMR R&D Hub (2018) Terms of Reference www.gesundheitsforschung-bmbf.de/files/GLOBAL_AMR_RD_HUB_Terms_of_Reference.pdf

[3] BMBF (2018) A global effort to fight resistant pathogens. Pressemitteilung 22.5 www.bmbf.de/files/PM%200522-041%20Global_AMR_Hub_engl.pdf

[4] Global AMR R&D Hub (2018) Provisional Workplan 2018-2021 www.gesundheitsforschung-bmbf.de/files/Provisional_Work_Plan_2018-2021.pdf

[5] www.gesundheitsforschung-bmbf.de/en/GlobalAMRHub.php (Abruf 3.7.2018)

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Seminarreihe Großbaustelle Arzneimittelversorgung:
15. September: UHC und Access Probleme bei Arzneimitteln am Beispiel von Covid-19
16. September: Rationale Versorgung und Regulierung
22. September: Produktion und Patentierung von Arzneimitteln 
23. September: Bedarfsgerechte Forschung, klinische Studien und Zulassung
06. Oktober: Transparenz und Zugang zu Information

 

20. Oktober: Memento Preisverleihung 2022 in Berlin