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Klima Plakate 1Die Info-Tafeln zu unserer Kampagne "Gesundheit braucht Klimaschutz", die z. B. bei Veranstaltungen eingesetzt werden können und viele Infos über den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der Gesundheit präsentieren, sind erschienen. 

 

 

Download: Info-Tafeln Gesundheit braucht Klimaschutz [PDF/1,65MB]

 

 

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Malaria, Dengue und viele andere Erkrankungen nehmen zu. Klimatische Veränderungen haben weitreichende Folgen für die Gesundheit – besonders in armen Ländern. Die BUKO Pharma-Kampagne wird dieses wichtige Thema in den kommenden Monaten intensiv beleuchten, Forschungslücken benennen und sich für Klimaschutzziele stark machen.
Im globalen Süden sind die Auswirkungen der Erderwärmung schon jetzt deutlich zu spüren. Stürme, Überschwemmungen oder auch extreme Dürreperioden verursachen langfristige Gesundheitsprobleme. Aber auch viele Krankheiten werden durch den Klimawandel begünstigt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet bis Mitte des 21. Jahrhunderts mit einem deutlichen Anstieg von Herz-Kreislauf-, Atemwegs- oder Nieren-Erkrankungen als direkte Folge des Klimawandels. Massive gesundheitliche Probleme bereiten zusätzlich indirekte Effekte klimatischer Veränderung. In wärmerem Wasser können etwa mikrobielle Keime schneller wachsen und länger überleben. Das begünstigt zum Beispiel Wurmerkrankungen wie Bilharziose oder Durchfall-Erkrankungen wie Cholera.

Oxfam East Africa SomalilandDrought016Klimawandel kostet Menschenleben
Viele Erreger von Infektionskrankheiten müssen im Lauf ihrer Entwicklung im Freien überleben, oder sie werden durch Zwischenwirte wie Zecken, Milben, Würmer oder Insekten übertragen. Beide Gruppen sind von der Umgebungstemperatur abhängig – man bezeichnet sie als ektotherme Organismen. Bei höheren Temperaturen können sie sich schneller vermehren, entwickeln und verbreiten. Und auch die sogenannte Inkubationszeit – die Zeit zwischen der Aufnahme eines Erregers durch den Wirt und dessen Fähigkeit, den Erreger zu übertragen – verkürzt sich dramatisch. Ein wärmeres Klima und stark variierende Niederschlagsmengen können zudem die geografische Ausbreitung von Krankheitsvektoren – etwa tropischen Mückenarten – stark beeinflussen. Dadurch werden Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber in Regionen zurückkehren, aus denen sie bereits erfolgreich verdrängt waren. Maßnahmen zur Vektorkontrolle könnten ebenfalls ihre Wirksamkeit verlieren, warnt die WHO.
Schätzungen der WHO zufolge wird es ab 2030 jährlich 60.000 zusätzliche Todesfälle durch Malaria geben. Durchfall-Erkrankungen werden pro Jahr zusätzlich 48.000 Menschen – insbesondere Kleinkinder – das Leben kosten. Millionen zusätzlicher Krankheitsfälle werden zudem die ohnehin schwachen Gesundheitssysteme extrem fordern.

Dengue-Fieber nimmt zu
Auch die Übertragungswahrscheinlichkeit von Dengue-Fieber steigt in den betroffenen Regionen kontinuierlich an. Seit 1990 hat sich die Zahl der Dengue-Fälle in jedem Jahrzehnt verdoppelt. 2013 waren es weltweit 58,4 Millionen Krankheitsfälle, von denen mehr als 10.000 tödlich verliefen. Der Klimawandel ist einer der Faktoren, die erheblichen Einfluss auf diese Entwicklung haben. Beide Vektoren (Tiger- und Gelbfiebermücke) sind auch an der Übertragung anderer Krankheiten wie Gelbfieber und dem Zika-Virus beteiligt, die mit großer Wahrscheinlichkeit in gleicher Weise auf den Klimawandel reagieren.

Ein ungebremster Klimawandel werde sämtliche Fortschritte im Bereich öffentlicher Gesundheit zunichtemachen, die in den vergangenen 50 Jahren erreicht wurden, warnt die medizinische Fachzeitschrift The Lancet. Andererseits könnten umfassende und ganzheitliche klimagerechte Handlungsstrategien die größte Gesundheitschance des 21.Jahrhunderts darstellen. Denn sie fördern zugleich einen gesünderen Lebensstil.

Geplante Aktionen
Eine effektive Klimapolitik ist in vielerlei Hinsicht überlebenswichtig für unseren Planeten. Sie ist aber auch eine Frage der Gerechtigkeit und des Menschenrechts auf Gesundheit. Unsere Straßentheatertournee wird im September über diese Zusammenhänge informieren. Begleitend gibt es neue Bildungsmaterialien, etwa großformatige Info-Tafeln, die bei Veranstaltungen eingesetzt werden können sowie Online-Materialien. Im Herbst wird außerdem ein Pharma-Brief Spezial zum Thema Klimawandel und globale Gesundheit erscheinen. Weiterhin sind Fachgespräche geplant, um die Advocacy-Arbeit zu stärken und Organisationen aus den Bereichen Umweltschutz, Entwicklungspolitik und internationaler Gesundheitspolitik miteinander zu vernetzen.

 

Klimawandel - was ist das eigentlich?
Hier geht’s zu einem kurzen Video, das die Ursachen und Folgen des Klimawandels anschaulich erklärt.

Quelle: WissensWerte Erklärfilme

 

Tagebau PBKlimaveränderungen haben gravierende Folgen für die Gesundheit – besonders in armen Ländern. Die Pharma-Kampagne wird dieses wichtige Thema 2018 intensiv beleuchten, Forschungslücken benennen und sich für Klimaschutzziele stark machen.

 

Außerdem:
Resistente Keime: Deutsche Gewässer belastet
Diabetes im Fokus: Neuer E-learning-Kurs
G-Finder Bericht: Vernachlässigte Krankheiten
Download: Pharma-Brief 2/2018 [PDF/706kB]

Foto: Ende Gelände

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