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2022

Der Pharma-Brief 4/2022 widmet sich folgenden Themen:


Der Pharma-Brief 3/2022 widmet sich folgenden Themen:


Der Pharma-Brief 2/2022 widmet sich folgenden Themen:

Babynahrungshersteller vereiteln das Stillen
Schwangere und Mütter sind aggressiver Werbung ausgesetzt

Über die Hälfte aller Schwangeren und Mütter werden von den Herstellern von Muttermilchersatzprodukten massiv umgarnt. Zu diesem Fazit kommt ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Kinderhilfswerks UNICEF, der die Marketingpraktiken der 55 Milliarden US$ schweren Nahrungsmittelindustrie beleuchtet. Bewusst verzerren die Firmen wissenschaftliche Fakten, um Frauen vom Stillen abzuhalten und den Verbrauch von Ersatzprodukten anzukurbeln. Weiterlesen

HIV und Covid-19
Wechselwirkungen und mangelnde Kontrolle 

HIV-Infizierte haben ein um 30% höheres Risiko, schwer an Corona zu erkranken oder daran zu sterben. Das gilt besonders für Menschen, die keinen Zugang zu HIV-Medikamenten haben und deren Immunsystem stark geschwächt ist. Trotzdem gehen beim Zugang zu Impfstoffen gerade HIV-Schlüsselgruppen häufig leer aus. Wechselwirkungen zwischen beiden Pandemien sind offensichtlich und sollten mehr Aufmerksamkeit bekommen. Weiterlesen

Zähes Ringen um Impfstoff-Patente 
Tödliches Spiel auf Zeit

Seit Monaten wird international um die Freigabe von Patenten in der Covid 19-Bekämpfung gerungen, mittendrin die deutsche Ampel-Regierung. Sie setzt den Blockadekurs der Großen Koalition fort. Zeitgleich unterminiert eine mit Biontech verbandelte Stiftung die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Impfstoffproduktion in Afrika. Weiterlesen

Psychische Krankheiten nehmen weltweit zu
Covid-19 offenbart tiefe Versorgungslücke 

Die Covid-19-Pandemie geht weltweit  mit enormen psychischen Belastungen  einher: Social Distancing, Isolation,  Furcht vor Ansteckung oder erlebtes  Leid im näheren Umfeld. Weltweit  führte das zu einer Zunahme psychischer Erkrankungen. Vor allem während des ersten Pandemiejahres haben schwere depressive Störungen und Angststörungen um rund 25% zugenommen, meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Weiterlesen

Aus aller Welt

  • USA: Opioid-Streit beigelegt
  • Brasilien: Staat muss zahlen
  • Astrazeneca: Finanzbericht 2021
  • Moderna teilt mit Afrika

Download: Pharma-Brief 2/2022 [PDF/1.708kB] 


Der Pharma-Brief 1/2022 widmet sich folgenden Themen:

Waisenmedikamente: Geschenkter Nutzen
Die deutschen Ausnahmeregeln schaden

Für Medikamente gegen seltene Krankheiten (Waisen oder Orphans genannt) gibt es in Deutschland einen Zusatznutzen gratis – per gesetzlicher Fiktion. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass das Lob oft unberechtigt ist. Weiterlesen

Covax: Zu spät, zu wenig Covid-19 Impfstoff
Eine Milliarde Dosen für ärmere Länder sind nicht genug
Weiterlesen 

EU: Daumen runter für Alzheimer-Medikament 

Im Juli 2020 hatten wir kritisch über die Zulassung des Alzheimer-Medikaments
Aducanumab (Aduhelm®) in den USA berichtet. Es bekam trotz fehlender Evidenz für einen relevanten Nutzen für die PatientInnen und gegen den Rat der großen Mehrheit der ExpertInnen von der FDA grünes Licht. Ende letzten Jahres entschied die europäische Zulassungsbehörde EMA nun anders. Die Ergebnisse der Studien seien widersprüchlich und es konnte nicht gezeigt werden, dass es klinische Verbesserungen gab. Zudem gebe es Zweifel an der Sicherheit. Ein Erfolg für den VerbraucherInnenschutz.

USA: Grenzen der Preistreiberei bei Medikamenten 

Der US-Pharmaunternehmer Martin Shkreli verfolgte ein besonders lukratives Geschäftsmodell: Er kaufte die Rechte an alten Medikamenten auf, um dann die Preise in schwindelerregende Höhen zu treiben. 2015 steigerte er den Preis für den jahrzehntealten
Wirkstoff Pyrimethamin gegen Toxoplasmose von 13,50 US$ pro Tablette auf 750 US$ (wir berichteten). Wettbewerber hielt er mit allen möglichen Tricks davon ab, preiswerte Generika herzustellen. Die Federal Trade Commission war jetzt gemeinsam mit sieben Bundesstaaten mit einer Klage wegen der Preistreiberei bei dem Medikament erfolgreich. Der Unternehmer muss 64,6 Mio. US$ Schadensersatz zahlen. Obwohl Shrekli wegen Wertpapierbetrugs bereits 2017 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt wurde, befürchtete
die Richterin, dass der Manager zum unbelehrbaren Wiederholungstäter werden könnte. Das Gericht untersagte ihm lebenslänglich, wieder in der Pharmabranche tätig zu werden. 

WHO: Geld für Kernauftrag fehlt 
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Gesundheitsversorgung in Sierra Leone
Interview mit Susanne Schröder von den Driving Doctors

Im Rahmen des Bildungsprojektes „Großbaustelle Arzneimittelversorgung“ konnten im letzten Jahr mehrere Interviews mit Akteuren im Globalen Süden geführt werden. Thema war der Zugang zu Gesundheitsleistungen wie Medikamenten oder  gesundheitsbezogenem Wissen. Susanne Schröder lässt uns an ihren Erfahrungen teilhaben und berichtet von der Situation im westafrikanischen Sierra Leone. Weiterlesen

Blutskandal und Ehre?
US-Dokumentarfilmer in Italien angeklagt
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Gesundheit – global und gerecht

Unser Jahresrückblick informiert über unsere Projekte und Aktivitäten im Jahr 2021. Weiterlesen

Aus aller Welt 
Covid: Rückschlag für Arme, Fest für Reiche 
Antibiotika: Viele Tote durch Resistenzen 
EU: Mehr Transparenz bei Arzneimitteln 
Deutschland: Medikamente im Wasser 

Download: Pharma-Brief 1/2022 [PDF/685kB]